U-Boot-Krieg Kptlt. Kurt Hartwig Erfolge Conwallis Kaiserliche Marine Hanau 1917

EUR 24,25 Buy It Now or Best Offer 7d 6h, FREE Shipping, 30 Tage Returns, eBay-Käuferschutz

Seller: telemeken (3.402) 100%, Location: Bayern, Ships to: Worldwide, Item: 264512675920 Kapitänleutnant Kurt Hartwig, der Führer des deutschen Unterseebootes SM U 32. Originaldruck von 1917. Mit Fotoabbildung nach einer zeitgenössischen Aufnahme. Darunter mit Erfolgsmeldung (Versenkung des englischen Linienschiffs „Cornwallis“) und biographischen Angaben. Journalausschnitt in der Größe 80 x 120 mm. Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand. Sehr selten!!! 100%-Echtheitsgarantie – kein Repro, kein Nachdruck!!! Besichtigung jederzeit möglich. 100% guarantee of authenticity - not a reproduction, not a reprint! Visit any time. Bitte warten, hier kommt gleich ein großes Bild!!! Aus großem Bildarchiv, weitere Angebote in meinem ebay-shop! Out of a large archiv, more offers in my ebay shop! Das Angebot wird als Sammlerstück verkauft - Urheberrechte sind im Kauf ausdrücklich NICHT enthalten!!! This offer is sold as a collector's item only and no copyrights are being sold here. Weitere historische Originale finden Sie in meinem ebay-shop!!! For more original historical prints please take a look in my ebay-shop!!! Versand ausschließlich per Einschreiben. Zu Rückgabe und AGB bitte mich-Seite beachten. Die dort hinterlegten Informationen sind verbindlicher Bestandteil dieses Angebots/dieser Artikelbeschreibung! 1. Weltkrieg, 1. WK, 1.WK, 1917, 1st World War, 20. Jahrhundert, Abzeichen, Armee, Baden-Württemberg, Blaujacken, D-24103 Kiel, D-26382 Wilhelmshaven, D-60311 Frankfurt am Main, D-63450 Hanau, D-63452, D-63454, D-63456, D-63457, D-69469 Weinheim, Der Europäische Krieg, Deutsche Geschichte, Deutsches Kaiserreich, Deutsches Reich, Deutschland, Deutschtum, Ehrenzeichen, Erster Weltkrieg, Feindfahrt, Feindfahrten, Flotte, Front, Fronteinsatz, Frontgeschehen, Große Zeit, Heer, Heerführer, Heerwesen, Heimatverteidigung, Heimatwehr, Heldenkampf, Heldenleben, Heldentaten, Heldentum, Hessen, Historically, Historisch, Historische Bilder, History, Hochsee, Hochseeflotte, Hohenzollern, Kaiserkrone, Kaiserlich deutsche Marineoffizierkorps, Kaiserliche Marine, Kaiserwappen, Kaiserzeit, Kampf, Kapitän, Kommandant, Kriegsauszeichnung, Kriegsbilder, Kriegs-Bilder, Kriegsflotte, Kriegsführung, Kriegsgeschichte, Kriegsheld, Kriegsjahr 1917, Kriegsland, Kriegsmarine, Küstenschutz, Landesverteidigung, Landkreis Main-Kinzig-Kreis, Landkreis Rhein-Neckar-Kreis, Marine, Marineoffizier, Marinetruppen, Militär, Militärgeschichte, Militaria, Militärmacht zur See, military, Monarchie, Nautik, naval, navy, Niedersachsen, Norddeutschland, Nordmeer, Nordsee, Nordseeküste, North sea, Opfergang, Patriotismus, Regierungsbezirk Darmstadt, Regierungsbezirk Karlsruhe, Reichsadler, Schiffahrt, Seefahrer, Seefahrt, Seegefecht, Seekrieg, Seekriegswaffe, Seemann, Seestreitkräfte, Seewehr, SM Unterseeboot, Soldat, Soldaten, submarine, Tapferkeit, Tauchboot, Tradition, Truppe, U-Boot, U-Bootamt, U-Bootkrieg, U-Boot-Krieg, Uniform, Unterseeboot, Untersee-Boot, Unterseeboots-Kommandant, Unterwasser, Unterwasserfahrzeug, Vaterland, Waffen, Waffentechnik, Wappen, wilhelminische Epoche, Wilhelminisches Kaiserreich, Wilhelminisches Zeitalter, World War I, WWI, WWI U-boat commanders, Zeitgeschehen, Zeitgeschichte Kurt Hartwig (* 21. Januar 1887 in Hanau; † 16. Oktober 1972 in Weinheim) war ein deutscher Marineoffizier sowie U-Boot-Kommandant im Ersten Weltkrieg. Leben Hartwig trat am 1. April 1905 als Seekadett (Crew 1905) in die Kaiserliche Marine ein, absolvierte seine Grundausbildung auf dem Schulschiff SMS Charlotte und kam anschließend an die Marineschule. Dort wurde er am 7. April 1906 zum Fähnrich zur See ernannt und nach dem erfolgreichen Besuch auf das Linienschiff SMS Lothringen versetzt. Es folgte am 28. September 1908 die Beförderung zum Leutnant zur See. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1910 für ein Jahr in der Funktion als Kompanieoffizier der I. Matrosen-Division in Kiel zugeteilt. Anschließend kam Hartwig zur I. Torpedo-Division, wo er in der Folgezeit immer wieder als Wachoffizier in der III. Torpedo-Flottille fungierte und am 5. September 1911 zum Oberleutnant zur See befördert wurde. Als Wach- und Torpedooffizier versetzte man ihn dann am 1. Oktober 1913 auf den Kleinen Kreuzer SMS Dresden. Mit dem Schiff trat Hartwig am 13. Dezember 1913 die Ausreise an die ostamerikanische Station an. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs vereinigte sich die Dresden vor der Osterinsel mit dem Ostasiengeschwader und nahm gemeinsam am Seegefecht bei Coronel teil. Als einziges deutsches Schiff konnte die Dresden dem Seegefecht bei den Falklandinseln entkommen und versenkte sich, nachdem es von einem britischen Marineverband gestellt worden war, vor den Robinson Crusoe-Inseln selbst. Die Mannschaft konnte sich retten und wurde in Chile interniert. Hartwig gelang mit weiteren Offizieren die Flucht aus Südamerika in die Heimat, wo er am 11. Juli 1915 eintraf. Bereits am 16. Juli 1915 trat er eine Ausbildung an der U-Boots-Schule an und war zugleich Kommandant des Divisionsbootes D 5 sowie von SM U 16. Hartwig wurde am 24. April 1916 zum Kapitänleutnant befördert und übernahm im Juni 1916 das Kommando über SM U 32. Mit dem U-Boot führte er von Pola aus Handelskrieg im Mittelmeer. Auf einer Feindfahrt gelang ihm am 9. Januar 1917 vor Malta durch zwei Treffer auf Höhe des Maschinenraums sowie durch einen Fangschuss die Versenkung des britischen Schlachtschiffes HMS Cornwallis. Nach sechs Feindfahrten gab Hartwig am 24. Dezember 1917 das Kommando über SM U 32 ab und übernahm SM U 63, mit dem er weitere vier Feindfahrten im Mittelmeer durchführte. Hartwig war der letzte Marineoffizier, der mit dem Pour le Mérite ausgezeichnet wurde. Er erhielt die höchste preußische Kriegsauszeichnung am 3. Oktober 1918 für die Versenkung von 48 Schiffen mit einer Tonnage von über 163.000 BRT sowie der Beschädigung von weiteren sechs Schiffen mit 28.000 BRT. Darunter befand sich auch das französische Schlachtschiff Vérité. Nach Beendigung des Krieges trat er die Heimreise nach Deutschland an und wurde nach seiner Ankunft zur Verfügung gestellt. Hartwig war dann vom 3. Februar 1919 bis 30. Juni 1920 bei der III. Marine-Brigade tätig. Er wurde anschließend abermals zur Verfügung, zunächst der Marinestation der Ostsee, dann der Inspektion des Torpedo- und Marinewesens und schließlich der Kommandantur Kiel gestellt. Am 16. August 1920 erfolgte seine Verabschiedung aus dem Dienst. Hartwig wurde am 22. März 1939 zur Verfügung der Kriegsmarine gestellt, verblieb jedoch ohne aktive Verwendung. Am 27. August 1939, dem sogenannten Tannenbergtag, erhielt Hartwig den Charakter als Korvettenkapitän verliehen. U-Boot-Kommandos: SM U 32 vom 18.März 1916 – 24. Dezember 1917 SM U 63 vom 25. Dezember 1917 – 11. November 1918 Auszeichnungen Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse U-Bootkriegsabzeichen (1918) Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern Pour le Mérite am 3. Oktober 1918 SM U 32 war ein diesel-elektrisches U-Boot (Zweihüllen-Hochsee-Boot) der deutschen Kaiserlichen Marine (Serie U 31 – U41), das im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam. Einsätze U 32 lief am 28. Januar 1914 bei der Germaniawerft in Kiel vom Stapel und wurde am 3. September 1914 in Dienst gestellt. Die Kommandanten des U-Bootes waren der zeitlichen Reihenfolge nach Edgar von Spiegel von und zu Peckelsheim (1914–1916), Kurt Hartwig (1916–1918) und Kurt Albrecht (1918). U 32 führte im Verlauf des Ersten Weltkrieges 11 Feindfahrten durch, auf denen zusammen 36 Schiffe der Entente sowie neutraler Staaten mit einer Gesamttonnage von 114.288 BRT versenkt wurden. Darunter ist besonders die Versenkung des britischen Linienschiffes Cornwallis bemerkenswert. Die Cornwallis zählte zu den größten Kriegsschiffen der Entente, die im Ersten Weltkrieg versenkt wurden. Am 9. Januar 1917 erzielte U 32 unter Kurt Hartwig 60 Seemeilen östlich des britischen Flottenstützpunktes Malta einen Torpedotreffer an der Steuerbordseite. Dadurch bekam die Cornwallis leichte Schlagseite. Etwa 75 Minuten nach dem ersten Treffer gelang Hartwig ein weiterer Treffer, ebenfalls an Steuerbord, woraufhin die Cornwallis binnen 30 Minuten sank. 15 Mann starben bei den Torpedotreffern, die übrige Besatzung konnte gerettet werden, da das Linienschiff lange kontrollierbar war, bevor es sank. Verbleib Am 8. Mai 1918 griff die Besatzung von U 32 unter Kurt Albrecht einen von Gibraltar nach Alexandria fahrenden Geleitzug an. Dabei wurde das britische Kriegsschiff Wallflower auf U 32 aufmerksam und versenkte das U-Boot durch Artilleriebeschuss sowie anschließenden Wasserbombenwurf. Alle 41 Besatzungsmitglieder einschließlich des Kommandanten kamen dabei zu Tode. Die ungefähre Untergangsstelle liegt nordwestlich von Malta. Die Kaiserliche Marine entstand nach der Reichsgründung 1871 aus der Marine des Norddeutschen Bundes. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bezeichnet die Marine des Reichs meist als Kriegsmarine, an einer Stelle aber auch als Kaiserliche Marine. Für den Marinegebrauch wurde letztere Bezeichnung am 1. Februar 1872 eingeführt. Sie bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918. Den Schiffsnamen der Kaiserlichen Marine wurde – vergleichbar der Tradition in der britischen Marine (HMS = His/Her Majesty's Ship) – das Kürzel S.M.S. (für "Seiner Majestät Schiff") vorangestellt. 1871 bis 1890 1. Februar 1872 wurden deren bisherige Marinebehörden zur Kaiserlichen Admiralität zusammengefasst, deren erster Chef General der Infanterie Albrecht von Stosch wurde. Den Oberbefehl hatte der Kaiser inne. Anfangs bestand die Hauptaufgabe im Küstenschutz und im Schutz der deutschen Seehandelswege, obwohl schon bald erste Auslandsstationen gegründet wurden. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts beteiligte sich die Kaiserliche Marine an der Gewinnung von Kolonien in Afrika, Asien und Ozeanien. Kiel an der Ostsee und Wilhelmshaven an der Nordsee waren gemäß der Reichsverfassung Reichskriegshäfen. Zu den Aufgaben der Marine gehörte auch die allgemeine Repräsentanz des Reichs im Ausland und vor allem in Übersee. Bereits die Preußische Marine hatte, wie in der damaligen Zeit üblich, Auslandskreuzer eingesetzt, die die diplomatische Interessenvertretung Preußens und später des Reichs insbesondere gegenüber kleineren Staaten zu unterstützen hatten. Ein besonderes Beispiel für diese Form der Zusammenarbeit von Diplomatie und Marine, der klassischen Kanonenbootdiplomatie, war die sogenannte Eisenstuck-Affäre in Nicaragua 1876-1878. 1890 bis 1914 Unter dem flottenbegeisterten Kaiser Wilhelm II. (1888 - 1918) gewann die Marine an Bedeutung, und eine große maritime Rüstungsindustrie entstand. Der Kaiser-Wilhelm-Kanal wurde 1895 fertiggestellt und erlaubte eine schnelle Verlegung der Seestreitkräfte zwischen Nord- und Ostsee. Ab 1889 änderte sich die Führungsstruktur. Marinekabinett, Oberkommando der Marine und Reichsmarineamt (von 1897-1916 war Großadmiral (seit 1911) Alfred von Tirpitz dessen Staatssekretär) entstanden. 1898 beschloss der Reichstag ein neues Flottengesetz, welches den weiteren Ausbau festlegte. Das Oberkommando wurde 1899 durch den Generalstab abgelöst, und der Kaiser übernahm erneut den Oberbefehl. Tirpitz gelang es mit Hilfe seines "Nachrichtenbüros" und des Deutschen Flottenvereins, durch geschickte Propaganda im Deutschen Reich eine große Begeisterung für die Flotte zu erzeugen. Die Flottenrüstung war, wie auch in den anderen Marinen der damaligen Zeit, von einer schnellen technischen Entwicklung gekennzeichnet. Nacheinander wurden neue Waffensysteme eingeführt, wie die Seemine, der Torpedo, das U-Boot und die Marineflieger mit Flugzeugen und Luftschiffen. Obwohl alle diese Entwicklungen bereits mit einfachen Modellen im amerikanischen Bürgerkrieg zum Einsatz gekommen waren, war ihre Bedeutung für künftige Seekriege zunächst kaum erkannt worden. Eine Veränderung der Doktrin zu Verteidigungskrieg und Seeschlacht mündete mit dem Aufbau der Hochseeflotte in einem Wettrüsten mit England. Die aus dem deutsch-englischen Gegensatz entstandene Isolierung des Deutschen Reichs hatte entscheidenden Einfluss auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Eines der wesentlichen Probleme der Kaiserlichen Marine war bis gegen Ende des Ersten Weltkriegs die mangelhafte interne Koordination. Da der Kaiser selber den Oberbefehl ausübte, fehlte es an der Koordination zwischen den diversen direkt unterstellten Marinedienststellen mit direktem Vorspracherecht beim Kaiser, den sogenannten Immediatstellen, von denen es zeitweise bis zu acht gab. Dazu gehörten der Staatssekretär des Reichsmarineamts, der Chef der Hochseeflotte, die Chefs der Marinestationen. Organisatorisch bildete die Hochseeflotte ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts den Kern der Kaiserlichen Marine. Daneben gab es das Ostasiengeschwader, die Mittelmeer-Division und diverse Landdienststellen, wie etwa die Marinestationen der Nordsee und der Ostsee. Hochseeflotte Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war es allgemein üblich, Flotten nur in den Sommermonaten aktiv zu halten, während im Winter die meisten Schiffe aufgelegt wurden. Nach der Aktivierung im Frühjahr bedurfte es großer Übungen, um die Schiffe einsatzfähig zu machen. Zu diesem Zweck wurde in der Kaiserlichen Marine alljährlich die so genannte Übungsflotte zusammengezogen, an deren Spitze ein Admiral als Flottenchef stand. Um 1900 wurde die Übungsflotte zunächst in Schlachtflotte und 1906 in Hochseeflotte umbenannt. Ihr erster Chef war der Bruder des Kaisers, Prinz Heinrich. Die Hochseeflotte bildete den Kern der Kaiserlichen Marine. Bei Kriegsausbruch im August 1914 betrug ihre Stärke: 14 Schlachtschiffe 22 Linienschiffe 8 Küstenpanzerschiffe 5 Große Kreuzer (Schlachtkreuzer) 7 Große Kreuzer (Panzerkreuzer) 12 Kleine Kreuzer 89 Torpedoboote (im Flottendienst) 19 U-Boote Die Schlachtschiffe, Linienschiffe und Küstenpanzerschiffe bildeten zu dieser Zeit sechs Geschwader, die Kreuzer bildeten fünf Aufklärungsgruppen, die Flottentorpedoboote waren in acht, die U-Boote in zwei Flottillen eingeteilt. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Einheiten gehörten zur Hochseeflotte vier Hafenflottillen mit Kleinen Kreuzern und Torpedobooten. Die Chefs der Hochseeflotte im Ersten Weltkrieg waren: 1914 - 1915 Admiral Friedrich von Ingenohl 1915 - 1916 Admiral Hugo von Pohl 1916 - 1917 Admiral Reinhard Scheer 1917 - 1918 Admiral Franz Ritter von Hipper Ostasiengeschwader Das Ostasiengeschwader ging 1897 aus dem vormaligen Kreuzergeschwader hervor. Es war ein selbständiger Verband, der die Aufgabe hatte, deutsche Interessen im asiatisch-pazifischen Raum zu unterstützen. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs versuchte das Geschwader, unter Vizeadmiral Graf Spee, rund um Südamerika nach Deutschland durchzubrechen, wurde aber bei den Falklandinseln durch überlegene britische Kräfte gestellt und vernichtet. Der Erste Weltkrieg Der Erste Weltkrieg offenbarte schnell die konzeptionellen Fehler der deutschen Flottenrüstung. Großbritannien verhängte eine Fernblockade gegen das Deutsche Reich und hielt seine Schlachtflotte außerhalb der Reichweite der Hochseeflotte. Die Seeschlachten des Ersten Weltkriegs (u.a. Gefecht auf der Doggerbank, Skagerrakschlacht) hatten deshalb für den Gesamtverlauf keine entscheidende Bedeutung. Zum Kriegsende sollte die Kaiserliche Marine gemäß einem Flottenbefehl vom 24. Oktober 1918 zu einer letzten großen Schlacht ("ehrenvoller Untergang") gegen die Royal Navy antreten. Das wurde durch den Matrosenaufstand verhindert. Dieser mündete in die Novemberrevolution, die das Ende des Kaiserreichs bedeutete. Die Verluste an Menschenleben im Seekrieg werden für das Deutsche Reich mit 1.569 Offizieren, 8.067 Deck- und Unteroffizieren und 25.197 Mannschaften angegeben. An sie erinnert das 1936 am 20. Jahrestag der Skagerrakschlacht eingeweihte Marineehrenmal in Laboe bei Kiel. Selbstversenkung der Hochseeflotte Nach Ende der Kampfhandlungen wurde die Hochseeflotte gemäß den Waffenstillstandsbestimmungen im schottischen Scapa Flow interniert. Die Schiffe waren entwaffnet worden und nur mit Notbesatzungen besetzt. Als im Sommer 1919 die Bedingungen des Versailler Vertrages und die damit verbundene Ablieferung großer Teile der Flotte an die Siegermächte bekannt wurde, ließ Konteradmiral Ludwig von Reuter die unter seinem Kommando befindliche Hochseeflotte am 21. Juni 1919 versenken. Damit war der Kern der Kaiserlichen Marine zerstört. Mit der Selbstversenkung hatte die Marine zwar einen Teil des im Krieg und insbesondere während der Revolution verlorenen Ansehens zurückgewonnen, jedoch waren harte Konsequenzen zu tragen. Die Alliierten verlangten nicht nur die Übergabe anderer, zum Teil recht moderner Schiffe, die für die neue Reichsmarine hätten den Grundstock bilden sollen, sondern auch den größten Teil der noch bestehenden deutschen Handelsflotte. Die durch die Versenkung unbrauchbar gewordenen Schiffe hatten noch einen großen Schrottwert. Außerdem blockierten sie die besten Ankerplätze in der Bucht von Scapa Flow. Deshalb wurden sie bis zum Zweiten Weltkrieg zum größten Teil gehoben und verschrottet. Bis heute wird jedoch gelegentlich hochwertiger Stahl aus den Wracks für medizinische Geräte geborgen. Dieser Stahl ist deswegen wertvoll, weil er nicht atmosphärischer Strahlung während der Zeit der oberirdischen Nukleartests ausgesetzt war und sich deshalb gut zum Bau von derartigen Messgeräten eignet. Bilanz Hatte die Marine in den Einigungskriegen von 1866 und 1871 noch keine praktische Rolle gespielt, so wurde sie in den Folgejahren mit Augenmaß und den Bedürfnissen des Reichs entsprechend aufgebaut. Nach Bismarcks Entlassung 1890 begann unter Kaiser Wilhelm II. und Tirpitz das große Flottenwettrüsten, das eine der wesentlichen, jedoch nicht die einzige Ursache des Ersten Weltkriegs war. Es war ein Element einer verfehlten Bündnis- und Rüstungspolitik. Im Ersten Weltkrieg zeigte sich, dass die Hochseeflotte falsch konzipiert und schlecht geführt war. Sie konnte nicht entscheidend zum Kriegsausgang beitragen, und der Unmut ihrer Soldaten entlud sich in Meutereien, die wesentlich zum Ende der Monarchie beigetragen haben. U-Boot-Krieg Erster Weltkrieg Die technische Entwicklung der U-Boote bis zum Beginn des ersten Weltkrieges beschreibt ein Boot, das durch Dampf-, Petrol- oder Dieselmaschinen über Wasser und batteriegetriebene Elektromotoren unter Wasser betrieben wurde. Die völkerrechtlichen Doktrinen des Kreuzerkrieges zwangen dem U-Boot eine Überwasserkriegführung auf. Folgerichtig bekam das typische U-Boot nun Kanonen, eine offene Brücke zur Beobachtung des Seeraums und Torpedos. Die Unterwassereigenschaften traten zurück, so dass sich ein Tauchboot etablierte, dass sich mit kräftiger Maschine über Wasser schnell und durch kleine Batteriekapazitäten unter Wasser nur langsam bewegen konnte, um den schnellen Überwasserstreitkräften und Handelsschiffen folgen zu können. Seekrieg Um das ungünstige deutsch-britische Kräfteverhältnis der Seestreitkräfte (1:1,8) auszugleichen, entschloss sich die deutsche Kriegsführung entgegen der Auffassung des Großadmirals Alfred von Tirpitz zum Kleinkrieg durch Minen- und U-Booteinsatz gegen Großbritannien. Die britische Fernblockade (Linie Shetlands - Norwegen), die am 2. November 1914 die Nordsee zum Kriegsgebiet erklärte, wurde am 4. Februar 1915 erwidert durch die deutsche Erklärung der Gewässer rings um Großbritannien als Kriegsgebiet. Am 22. Februar 1915 befahl die deutsche Reichsregierung den uneingeschränkten U-Boot-Krieg gegen Handelsschiffe Krieg führender und neutraler Staaten innerhalb dieser Gewässer. Am 13. Mai 1915 wurde der U-Boot-Krieg eingeschränkt, nachdem U 20 den mit 10 Tonnen Waffen beladenen britischen Passagierdampfer RMS Lusitania versenkt hatte. Da 139 US-Staatsbürger umgekommen waren, protestierten die USA in Großbritannien gegen die Blockade und drohten Deutschland nach weiteren scharfen Protestnoten mit Kriegseintritt. Am 29. Februar 1916 verschärfte die deutsche Admiralität den U-Boot-Krieg durch warnungsloses Versenken bewaffneter Handelsschiffe. Tirpitz und Falkenhayn konnten sich mit ihrer Forderung nach einem uneingeschränkten U-Boot-Krieg jedoch nicht bei Bethmann-Hollweg und dem Kaiser durchsetzen. Tirpitz trat daraufhin am 17. März 1916 von seinem Amt zurück. Nach der Skagerrak-Schlacht, die Deutschland taktisch gewann, jedoch strategisch verlor, war die deutsche Admiralität der Ansicht, durch einen uneingeschränkten U-Boot-Krieg Großbritannien innerhalb von sechs Monaten besiegen zu können. Gegen die Meinung der politischen Führung erklärte Deutschland am 1. Februar 1917 erneut den uneingeschränkten U-Boot-Krieg. Bis zum 31. Dezember 1917 wurden 6,141 Millionen BRT alliierter Schiffsraum und 1,127 Millionen neutraler Schiffsraum versenkt. In der Folge traten die USA, wie von Bethmann-Hollweg vorhergesagt, am 6. April 1917 in den Krieg ein. Trotz anhaltender Versenkungen von 600 000 BRT/Monat konnte nun der Nachschub von den USA nach Großbritannien nicht mehr nachhaltig gestört werden. Der "Uneingeschränkte U-Boot-Krieg" wurde im Zuge des Notenaustausches mit Präsident Woodrow Wilson auf der Grundlage seiner 14-Punkte-Rede schon am 21. Oktober 1918 eingestellt. U-Boot-Einsatz Die Bedeutung der U-Boot-Waffe wurde allgemein sichtbar, als U 9 am 22. September 1914 die britischen Panzerkreuzer HMS Aboukir, HMS Cressy und HMS Hogue versenkte. Zu Beginn des Krieges gab es keine zielgerichtete Einsatzdoktrin für U-Boote. Beide Seiten setzten sie für Patrouillenfahrten im feindlich kontrollierten Seegebiet ein, um gegnerische Kriegsschiffe zu bekämpfen. Diverse Begegnungen der Überwasserstreitkräfte führten in der deutschen Admiralität schnell zur Auffassung, die U-Boote als Handelsstörer gegen Grossbritannien einzusetzen. Bei einem Handelskrieg nach Prisenordnung riskierten die deutschen U-Boote, von bewaffneten Frachtern oder britischen U-Boot-Fallen versenkt zu werden, da die Prisenordnung vorschrieb, dass Handelsschiffe durch Schuss vor den Bug aufzustoppen waren, um nach Durchsicht der Frachtpapiere zu entscheiden, ob eine Prise vorlag oder der Handelsfahrer freie Fahrt zu bekommen hatte. Im Falle einer Versenkung waren die Schiffbrüchigen aufzunehmen und zu versorgen. Diese Vorschriften entstanden historisch aus Kriegen mit Linienschiffen und Kreuzern und konnten daher nicht der Kriegführung mit kleinen, verletzlichen U-Booten entsprechen. Obwohl Großbritannien größte Anstrengungen unternahm, die U-Boote zu bekämpfen, darunter auch mit Q-Schiffen (Handelsschiffe mit versteckt aufgestellter Bewaffnung, mitunter sogar unter neutraler Flagge fahrend), stiegen die Schiffsverluste stetig an. Erst 1918 führte die Einführung des Konvoi-Systems dazu, dass die einzeln operierenden U-Boote gegen die von zahlreichen Geleitschiffen eskortierten Handelsschiffe nur noch im Unterwasserangriff erfolgreich waren, der wegen der geringen Unterwassergeschwindigkeit der U-Boote nur bei günstigem Kurs des Konvois Erfolgsaussichten hatte. Die Hauptwaffe der U-Boote im Ersten Weltkrieg waren die Deckgeschütze, die im Krieg nach Prisenordnung zum Stoppen der Schiffe benutzt wurde, die dann, wenn sie versenkt werden durften, durch Sprengladungen oder durch Fluten versenkt wurden. Torpedos wurden fast nur für Überraschungsangriffe, bei denen das Boot getaucht blieb, benutzt. Darüber hinaus legten die deutschen U-Boote tausende von Minen, besonders auch von Basen im besetzten Flandern. Im Kanal waren die U-Boote dermaßen erfolgreich, dass die Royal Navy starke Kräfte einsetzen musste, darunter Monitore, um die U-Boot-Basen an der belgischen Küste zu beschießen. Trotz zahlreicher Angriffsunternehmen, wie dem Raid gegen Zeebrügge und Ostende am 22.-23. April 1918, gelang es bis Kriegsende nicht, diese Stützpunkte zu blockieren. Die größten Erfolge bei minimalen Verlusten erzielten deutsche U-Boote im Mittelmeer, sowohl gegen Kriegs- als auch gegen Handelsschiffe. Obwohl dort streng nach Prisenordnung vorgegangen wurde, waren die Versenkungserfolge, bezogen auf die Zahl der eingesetzten U-Boote, größer als im Zweiten Weltkrieg. Die erfolgreichsten Kommandanten (de la Perière, Forstmann, Valentiner, Steinbrinck) versenkten erheblich mehr Tonnage als ihre Nachfolger bei der Kriegsmarine, was allerdings auch auf die erheblich verbesserten Techniken der U-Bootbekämpfung im Zweiten Weltkrieg zurückzuführen ist. Auch die Österreichische Marine besaß und benutzte Unterseeboote, nach 3 Prototypen entschloss man sich, Uboote für den Schutz der Kriegshäfen und der Adria zu bauen. Auf deutscher Seite wurden 3.274 Einsätze von 320 Booten durchgeführt, auf denen sie 6.394 zivile Schiffe mit insgesamt 11.948.792 BRT (außerdem 100 Kriegsschiffe mit 366.249 BRT) versenkten. Nach Admiral Jellicoe wurden im November 1917 gegen damals zur Zeit aktive 178 U-Boote aufgewendet: 277 Zerstörer 30 Kanonenboote 44 P-Boote 338 Motorboote 65 U-Boote 68 Küstenmotorboote 49 Dampfjachten 849 Fischdampfer 687 Drifter (Netzfischer) 24 Minensucher 50 Luftschiffe 194 Flugzeuge 77 U-Bootfallen Im U-Boot-Krieg starben auf deutscher Seite 4.744 Mann der U-Bootwaffe, 200 U-Boote sanken oder gelten als verschollen. Nach der Kapitulation aller deutschen Streitkräfte im Jahr 1918 wurden die noch vorhandenen 170 U-Boote der kaiserlich-deutschen Marine an die Siegermächte übergeben. Der Großteil dieser Boote wurde verschrottet. An der Selbstversenkung der Überwassereinheiten der kaiserlichen-deutschen Marine in Scapa Flow auf Befehl des Admirals Ludwig von Reuter waren keine U-Boote beteiligt. Condition: Gebraucht, Condition: Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand., Modifizierter Artikel: Nein, Herstellungsland und -region: Deutschland

PicClick Insights PicClick Exclusive
  •  Popularity - 101 views, 1.2 views per day, 85 days on eBay. Very high amount of views. 0 sold, 1 available.
  •  Price -
  •  Seller - 3.402+ items sold. 0% negative feedback. Great seller with very good positive feedback and over 50 ratings.
Similar Items