Rigele Dyhrenfurth k.u.k.-Bergführertruppe Dolomitenfront Ortler Tirol DÖAV 1917

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Seller: Top-Rated Seller telemeken (3.328) 100%, Location: Bayern, Ships to: Worldwide, Item: 264188027674 Die k. u. k. Bergführertruppe im Weltkrieg. Von Fritz Rigele, Linz. In den Ortlerbergen. Bilder aus Krieg und Frieden. Von Prof. Dr. Günther Dyhrenfurth, Zürich. 46-seitiger Originaldruck von 1928. Mit neun Fotoabbildungen und zwei Illustrationen auf Kunstdrucktafeln: Schipatrouille am Suldenferner. Nach einem Originalgemälde von Hans Beat Wieland (in der Platte monogramiert). Patrouillenlampf im Ortlergebiet. Nach einem Originalgemälde von Hans Beat Wieland (in der Platte monogramiert). Blick von den Hintern Wandeln auf Eiskögel, Thurwieserspitze, Trafoier Eiswand, Kristallspitzen und Geißlerspitzen. Im Hintergrund Grosina- und Berninagruppe. Eisgrotte im Gipfel der Königsspitze. Königsspitze von Westen (Suldengrat). Kreil- und Königsspitze vom Schrötterhorn. Ortler (Hochjochgrat) und Trafoier Eiswand aus der Schneeglocken-Stellung. Postenstand auf der Königsspitze. Hallesche Hütte am Eisseepaß, mit Sandsack-Mauer. Stellung am Cevedalepaß (1917). Harpprecht-Rinne am Ortler-Hochjochgrat. Aus dem Inhalt: Bericht über die in der Nacht vom 4. Auf d 5. Oktober 1917 durchgeführte Patrouille auf Kote 3187 und gegen Kote 3153 (durch das Innere der Trafoier Eiswand). Bericht über die Trafoier Eiswand-Unternehmung (27. – 31. August 1917). Journalauschnitt in der Größe 175 x 255 mm. Mit minimalen Alters- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand. Hervorragende Bild-Qualität auf Kunstdrucktafel - extrem selten!!! 100%-Echtheitsgarantie – kein Repro, kein Nachdruck!!! Besichtigung jederzeit möglich. 100% guarantee of authenticity - not a reproduction, not a reprint! Visit any time. Bitte warten, hier kommt gleich ein großes Bild!!! Aus großem Bildarchiv, weitere Angebote in meinem ebay-shop! Out of a large archiv, more offers in my ebay shop! Das Angebot wird als Sammlerstück verkauft - Urheberrechte sind im Kauf ausdrücklich NICHT enthalten!!! 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Jahrhundert, Abschnittskommando Vertainspitze, Adamello, Akademische Malerei, Albrecht Spitze, Alpen, Alpenfront, Alpenjäger, Alpenkorps, Alpenkrieg, Alpenverein, Alpini, Alpinismus, Alpinistik, Alto Adige, Arlberg, Armee, Arsiero, Asiago, Austriaca, Austro-Hungarian Army, Berge, Bergführer, Bergführertruppe, Bergführertruppenkommando, Bergsteigen, Bergsteiger, Bezirksgemeinschaft Vinschgau, Bilgeri, Bocchescharte, Bormio, Bormio, Bormio (SO), Bozen, Brennerbahn, Busa-alta-Scharte, Cancenagolgrat, Ceremanaschlucht, Cevedale, Cima di Valon, Col de Bous, Col Ombert, Colbricon, Costabella, Cristallo, DAV, Deutsche Geschichte, Deutscher Alpenverein, Deutsches Alpenkorps, Deutschtum, DÖAV, Dolomiten, Dolomitenfront, Donaumonarchie, Doppelmonarchie, Edelweiß, Elitetruppe, Feldjäger-Bataillon, Freiherr von Lempruch, Freistadt, Gebirgsfront, Gebirgsjäger, Gebirgskampf, Gebirgskrieg, Gebirgstruppe, Gewehr, Gomagoi, Gröden, Habsburg, Habsburgerreich, Hauptmann Micheluzzi, Heer, Heeresgruppe Erzherzog Eugen, Heerführer, Heerwesen, Heimat, Heimatverteidigung, Heimatwehr, Helden, Heldenkampf, Heldentod, Heldentum, Hochgebirge, Hochgebirgskompanie Nr. 30, Hochgebirgskrieg, Hochgebirgskrieg, Hötzendorff, I-39029 Stilfs, Italia, Italien, Italien, k.k. 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Leben Nach dem frühen Tod seines Vaters, des Ingenieurs Richard Ludwig Wieland (1826–1868), wuchs Hans Beat Wieland in Basel auf. Den Besuch des dortigen Realgymnasiums brach er 1883 ab und wechselte auf die Gewerbeschule. Anschließend nahm er Unterricht an der Zeichenschule Fritz Schiders. Es folgte der Besuch der Königlichen Kunstgewerbeschule München, der privaten Kunstschule Paul Nauens und schließlich 1887 der Akademie der Bildenden Künste München. Nachdem er 1891 sein erstes Bild ausgestellt hatte, malte er für die Weltausstellung 1893 in Chicago gemeinsam mit Zeno Diemer ein Großpanorama der Tiroler Alpen im Auftrag des Österreichischen Verkehrsvereins. 1894 schloss Wieland sich der Münchener Secession an. 1896 nahm er an einer von Wilhelm Bade (1843–1903) organisierten Kreuzfahrt nach Spitzbergen teil. Im Auftrag der Leipziger Illustrierten sollte er als „zeichnender Reporter“ den Start Salomon August Andrées zu seiner Ballonfahrt zum Nordpol verfolgen. Als Andrée den Start auf den Sommer 1897 verschob, reiste Wieland erneut mit Bade nach Danskøya. Frucht dieser beiden Reisen war eine erste bedeutende Werkgruppe mit dokumentarischen Gemälden und Aquarellen der norwegischen Küste und der arktischen Landschaft Spitzbergens. 1898 heiratete Wieland seine Künstlerkollegin Elsa Henkell, die Tochter des Sektfabrikanten Rudolf Henkell (1843–1912), und wohnte mit ihr in München. 1904 wurde der Sohn Hans Peter, 1905 die Tochter Franka geboren. 1905 wurde Wieland in die Eidgenössische Kunstkommission gewählt. Mit seinen atmosphärischen Landschaftsdarstellungen erreichte er nun allgemeine Anerkennung. Im Ersten Weltkrieg malte und zeichnete er im Auftrag des Wiener Herresmuseums an verschiedenen Fronten. 1918 kehrte er in die Schweiz zurück und ließ sich mit seiner Familie in Schwyz nieder. Ab 1930 wohnte er in Kriens. In der Schweiz schuf Wieland Bahnhofsfresken in Bern, Basel, Genf und Luzern, zwei derselben sind heute im Bahnhof Göschenen zu sehen. Fritz Rigele, deutsch-österreichischer Alpinist. Geboren am 12. August 1878 in Wolkersdorf/Niederösterreich, gestorben am 11. Oktober 1937 in Bad Reichenhall bei einem Bergunfall (beigesetzt auf dem Lichterfelder Parkfriedhof in Berlin). Der ausgebildete Jurist war Notar in Saalfelden und später in Linz. Ehe mit Olga Therese Sophie Göring (geboren am 16. Januar 1889 in Walvis Bay, Deutsch-Südwestafrika, gestorben 1970), einer Schwester Hermann Görings. Heirat am 27. Mai 1912. Fritz Rigele ist ein beachteter Bergsteiger seiner Zeit. Er revolutionierte das Eisklettern unter Verwendung spezieller Eishaken. Im Jahre 1924 gelang ihm, zusammen mit Willo Welzenbach, die erste Durchsteigung der Nordwestwand des Großen Wiesbachhorns Fritz Rigele wird 1936 zum Leiter des reichsdeutschen Sektionentages berufen. Er war der Schwager von Reichsmarschall Hermann Göring, überzeugter Nationalsozialist und Antisemit mit starker Einflußnahme im DÖAV. Günter Oskar Dyhrenfurth (* 12. November 1886 in Breslau; † 14. April 1975 in Ringgenberg BE) war ein deutsch-schweizerischer Bergsteiger und Geologe. Leben Dyhrenfurth war der Sohn des Arztes und Geheimrats Dr. med. Oskar Robert Dyhrenfurth (1850-1932) aus Breslau und der Käthe, geb. Bayer. Sein Großvater mütterlicherseits war der schlesische Maler Hermann Bayer. Seit 1919 lehrte er als Professor an der Universität Breslau, legte jedoch als "Nichtarier" nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten seine Professur nieder und lebte mit seiner Familie in der Schweiz. Er war Himalaya-Experte. Ihm gelangen zahlreiche Erstbegehungen in europäischen Gebirgen. Für seine Himalaya-Expeditionen in den Jahren 1930 und 1934 wurde er zusammen mit seiner Frau Hettie Dyhrenfurth (1892–1972) im Rahmen der Olympische Sommerspiele 1936 in Berlin mit dem Olympischen Bergsteigerpreis Prix olympique d'alpinisme ausgezeichnet. Sein Sohn Norman Günter Dyhrenfurth war ebenfalls erfolgreicher Expeditionsleiter im Himalaya und wirkte bei zahlreichen Bergfilmen als Kameramann mit. Auszeichnungen 1956 Bundesverdienstkreuz Die k.k. Bergführerkompanien waren ein Truppenverband der Österreichisch-Ungarischen Landstreitkräfte. Aufgestellt wurden die Bergführerkompanien im Jahre 1916, als man erkannt hatte, dass gebirgskundiges Personal dringend benötigt wurde. Die Kompanien bestanden in der Hauptsache aus Angehörigen der Gebirgsschützen-Regimenter (Landesschützen/Kaiserschützen Regimenter und Landwehr-Infanterieregimenter Nr. 4 und Nr. 27) sowie, wenn auch seltener, aus Freiwilligen anderer Truppenteile, die aus landsmannschaftlichen Gründen (Bewohner der Hochgebirgsregionen) dafür geeignet schienen. Die Ausbildung der Militärbergführer erfolgte in eigenen Bergführerersatz- und Instruktionskompanien. Dort wurden Soldaten aus den unterschiedlichsten Einheiten, die meist schon vor dem Krieg alpinistische Kenntnisse erworben hatten oder sich anderweitig als geeignet erwiesen, zu Bergführern ausgebildet. Oftmals wurden autorisierte und erfahrene Alpenvereinsbergführer als Ausbilder eingesetzt. Der Unterricht der militärischen Alpinkurse unterschied sich nicht von den Bergführerkursen des Alpenvereins und umfasste die praktischen Fächer: Fels- und Eistechnik, Kartenlesen und Orientieren im Gelände, Erste Hilfe, Seilgebrauch und Erlernen bzw. Perfektionierung des Schilaufes. Militärische Neuerungen waren die Versicherung alpiner Steige, sowie Sprengwesen und Sturmausbildung. Ziel dieser Lehrgänge war es, die Militärbergführer in die Lage zu versetzen, einerseits selbst militärisch und alpinistisch schwierige Unternehmungen durchführen zu können, andererseits aber der Truppe als Instruktoren die elementarsten alpinistischen Grundsätze beizubringen. Als Oberkommando der Bergführertruppe wurde in Bozen das Bergführertruppenkommando der 10. Armee eingerichtet, dem 3 Unterkommanden mit wiederum 13 Bergführerkompanien in den einzelnen Frontabschnitten nachgeordnet waren. Die Instruktionsabteilungen verlegte man nach St. Christina in Gröden, wo sie sich nach und nach zu einer militärisch-alpinen Hochschule entwickelte. Von den sogenannten Alpinreferenten (oftmals namhafte, staatlich anerkannte und berufsmäßige Bergführer, die aus alters- oder sonstigen Gründen nicht den aktiven Truppenteilen zugewiesen waren) wurden regelmäßig Lehrgänge durchgeführt, um das Personal der Kompanien ständig zu schulen. (Einer dieser Instruktoren war der Bergführer und Leutnant im k.u.k. Festungsartillerie-Bataillon Nr. 7 Luis Trenker, der später auch Mitglied einer Bergführerkompanie wurde.) Aufgabe der Bergführerkompanien war es in erster Linie, für angreifende Verbände das Gelände zu erkunden, die Anmarschwege durch Fels- oder Eiswände gangbar zu machen und diese zu sichern. Es waren weiterhin alpine Erkundungen durchzuführen, fixe Seile und Leitern anzubringen und die Geschütztransporte an die unmöglichsten Stellen zu organisieren. Letztendlich gehörten die Bergführer jedoch zur kämpfenden Truppe und wurden in diesem Rahmen vorwiegend zu Stoßtruppunternehmungen eingesetzt. Die Kompanien operierten selbstständig nur in dem ihnen zugewiesenen Abschnitt (nur in diesem durften sie eingesetzt werden) und waren der Brigade, der Truppen-Division oder dem Korps direkt unterstellt. Die Nummerierung erfolgte nach den ihnen zugewiesenen Abschnitten bzw. Rayons von West nach Ost. Beispiel: Die Bergführerkompanie I/1 befand sich im Rayon I des Verteidigungsabschnitts Stilfser Joch bis Zufall-Spitze (Monte Cevedale) und unterstand im Oktober 1918 der 164. Infanterie-Brigade. Weisungsbefugt war jedoch der Rayonskommandant. Die personelle Zusammensetzung der Bergführerkompanien war individuell verschieden und wurde den jeweiligen Erfordernissen angepasst. Infolge der Selbstständigkeit der Einheiten, der rätselhaften Ereignisse anlässlich des Kriegsendes an der italienischen Front (3. November oder 4. November 1918) und des damit verbundenen Durcheinanders sind Gefechtsberichte nur in äußerst geringem Umfang erhalten geblieben. Es ist daher nicht mehr möglich, die Aktivitäten der Bergführerkompanien umfassend zu dokumentieren. Der Gebirgskrieg 1915–1918 im Ersten Weltkrieg war ein großangelegter Stellungskrieg in gebirgigem Gelände an der Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien, und war als Gebirgskrieg in den Alpen in seiner Art einmalig. Vorgeschicht Italien war vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges im sogenannten Dreibund mit Österreich-Ungarn und Deutschland verbündet. 1914 weigerte sich Italien, auf der Seite der Mittelmächte in den Krieg einzutreten. Als Grund führte Italien an, dass der Dreibund ein Defensivpakt sei. Es bestehe nur eine Bündnispflicht, wenn einer der Bündnispartner angegriffen würde, laut italienischer Ansicht hätten jedoch Deutschland und Österreich-Ungarn den Krieg begonnen und somit bestehe keine Bündnispflicht. Der eigentliche Grund war, dass die Entente von Beginn an Italien Versprechungen machte. In Friaul und Südtirol, sowie im Trentino und in Triest lebten unterschiedlich starke italienische Minderheiten und die Entente versprach diese österreichischen Gebiete Italien im Falle eines Kriegseintrittes auf ihrer Seite. Österreich wies zwar darauf hin, dass mehr Italiener als Minderheit in Frankreich und in der Schweiz lebten, fand damit aber kein Gehör. Ein weiterer Grund dafür war wohl auch, dass Italien Österreich als den vermeintlich schwächeren Gegner betrachtete. So gab es Pläne im italienischen Generalstab, binnen vier Wochen bis nach Wien vorzurücken. Auch die italienische Wirtschaft hatte kein Interesse daran, an der Seite der Mittelmächte zu kämpfen. Die italienische Wirtschaft war sehr abhängig von Rohstoffimporten auf dem Seeweg, diese wären im Falle eines Krieges gegen die Entente blockiert worden. Die italienische Bevölkerung war allerdings keineswegs kriegsbegeistert und musste mittels Propaganda erst motiviert werden. Hier tat sich vor allem der italienische Dichter Gabriele d'Annunzio hervor, der es verstand, antiösterreichische Stimmung zu erzeugen. Auch General Luigi Cadorna gelang es, mit optimistischen Versprechungen und Prognosen das italienische Parlament auf seine Seite zu ziehen. Am 23. Mai 1915 trat Italien trotz des Bündnisses auf Seiten der Entente gegen Österreich-Ungarn in den Ersten Weltkrieg ein. Italien verfügte bei Kriegsbeginn über ein Heer von 900.000 Mann, das sich in vier Armeen sowie die Karnische Gruppe gliederte. Oberbefehlshaber war General Luigi Cadorna. Der festgelegte Operationsplan sah vor, mit der 2. und 3. Armee über den Fluss Isonzo in Richtung Laibach vorzustoßen, um ein strategisches Zusammenwirken mit dem russischen und serbischen Heer zu ermöglichen. Die Karnische Gruppe sollte Richtung Villach in Kärnten vorstoßen, die 4. Armee Toblach angreifen. Die gegen Südtirol eingesetzte 1. Armee sollte sich defensiv verhalten. Bereits in den ersten Wochen zeigte sich, dass die geplanten Operationsziele völlig unrealistisch waren. General Cadorna war zwar ein gewandter Redner, sein militärisches Geschick stand jedoch in keiner Relation dazu. Die österreichische Grenze war zwar in Erwartung eines italienischen Kriegseintrittes gut befestigt worden, allerdings nur mit schwachen Landsturmeinheiten besetzt. Für manche Frontabschnitte waren zu Beginn überhaupt keine k.u.k. Truppen verfügbar. Hier marschierten Freiwillige nachts von Gipfel zu Gipfel und täuschten durch viele Fackeln eine stärkere Besetzung vor. General Cadorna scheute jedes Risiko wie auch eine rasche Offensive. Die Österreicher brachten ihrerseits schließlich Verstärkung von der serbischen und russischen Front an die italienische Grenze und schafften es so, bereits nach zwei Wochen eine geschlossene Verteidigung zu organisieren. Der deutsche Verbündete griff der Donaumonarchie unter die Arme: das neuaufgestellte Alpenkorps wurde noch im Mai 1915 nach Südtirol verlegt und blieb dort bis in den Herbst. Deutschland war allerdings erst seit August 1916 formell mit Italien im Kriegszustand. Das gebirgige Gelände stand einem schnellen italienischen Vormarsch entgegen und begünstigte die Verteidiger zusätzlich. Der Kriegsschauplatz Die Front befand sich zum größten Teil in gebirgigem Gelände und stellte somit besondere Anforderungen an die Kriegsführung (vgl. Gebirgskrieg). So musste buchstäblich jede Wasserflasche und jedes Stück Feuerholz von Maultieren in die Stellungen transportiert werden. Da ab dem Winter 1916/17 die Pferde und Maultiere auf Grund von Futtermangel kaum noch leistungsfähig waren, wurden diese mehr und mehr durch elektrisch betriebene Seilbahnen bzw. Zugverbindungen ersetzt. Die kürzeste Verbindung nach Kärnten bzw. ins nördliche Slowenien wurden außerdem durch noch in der napoleonischen Zeit errichtete Forts (z.B. Fort Herrmann oder Herrmannswerk) versperrt. Der österreichisch-ungarischen Armeeführung war jedoch bewusst, dass diese Sperranlagen einem Beschuss mit modernen Artilleriegeschützen nicht standhalten würden. Die Geschütze und Besatzungen dieser Forts waren deshalb noch vor Kriegsausbruch, bis auf eine minimale Restmannschaft, die eine Vollbesetzung vortäuschte, abgezogen worden. Die italienischen Truppen wurden vor diesen Forts gestoppt und die italienische Artillerie schoss die Forts nieder, was der österreichischen Armee die Zeit verschaffte, die sie zum Aufbau ihrer Verteidigungslinien benötigte. Am Isonzo und in Richtung Triest war das Gelände eher hügelig und verkarstet und somit offen für Großangriffe. Demzufolge konzentrierten sich die italienischen Angriffe immer wieder in diesem Abschnitt. Vor allem die einzigen zwei österreichischen Brückenköpfe westlich des Isonzo, bei Tolmein und bei Görz, wurden immer wieder angegriffen. Hier zeigte sich jedoch das mangelnde militärische Geschick Cadornas. General Cadorna hatte zu Beginn eine konservative, veraltete Kriegsführung bei Angriffen seiner Soldaten. So gingen seine Soldaten dicht gedrängt und gestaffelt vor, was alle anderen kriegsführenden Länder wegen der außerordentlich hohen Verluste, die diese Taktik durch gegnerische Maschinengewehre forderte, längst vermieden. Die österreichischen Verteidiger fügten so einzelnen italienischen Kompanien in den Anfangstagen hohe Verluste (bis 90 %) zu. Außerdem war Cadorna zu zögerlich und verschenkte so des Öfteren bereits erkämpfte Anfangserfolge. Die Österreicher ihrerseits hatten mit Generaloberst Svetozar Boroevic von Bojna einen ihrer fähigsten Kommandanten an die italienische Front entsandt. Vor allem die Defensive war eine Spezialität General Boroevics und so schaffte er es immer wieder, trotz deutlicher Unterlegenheit gegen einen bis zu dreimal stärkeren Gegner, einen italienischen Durchbruch zu verhindern. Sein Geschick trug ihm bald den Beinamen „der Löwe vom Isonzo“ ein. Am 1. Februar 1918 wurde er von Kaiser Karl I. zum Feldmarschall befördert. Beide Seiten hatten aufgrund der ungeheuren Strapazen und Entbehrungen mit Disziplinproblemen bis hin zur Desertion zu kämpfen. In der k.u.k. Armee waren italienische und tschechische Einheiten stark betroffen. Der Nationalismus und die Propagierung eines eigenen tschechischen Nationalstaats durch die Entente begann Wirkung zu zeigen. Die schlechte Versorgungslage der k.u.k. Einheiten tat ein Übriges, um die Moral zu senken. Bei den italienischen Einheiten war oft der noch heute existierende Unterschied zwischen den Nord- und Süditalienern Grund für das Überlaufen zum Feind. Süditaliener betrachteten den Krieg häufig als einen sie nichts angehenden Krieg „Roms und des Nordens“. Besondere Gefahren drohten den Soldaten beider Seiten nicht nur vom Feind, sondern auch aus der Natur. Teilweise kamen mehr Soldaten durch Lawinen, Felsstürze und sonstige Unfälle ums Leben als durch feindlichen Beschuss. Aufgrund des schwierigen Geländes wurde auch wieder auf den Minenkrieg zurückgegriffen, wobei feindliche Stellungen, zum Teil sogar ganze Berggipfel, untergraben und in die Luft gesprengt wurden. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Col di Lana. Schlachten Während in den Dolomiten eher Halteschlachten geschlagen wurden, fanden die wesentlichen Ereignisse in den Karnischen und Julischen Alpen statt. Hierbei ragten besonders die Isonzo- und Piaveschlachten heraus. Erst nach dem erfolgreichen Feldzug gegen Serbien im Herbst 1915 ergab sich für Österreich eine Möglichkeit, gegen Italien offensiv zu werden. Geplant war eine Offensive von zwei österreichischen Armeen, ausgehend von der Hochfläche von Lavarone in Richtung Venedig. Durch ungünstige Witterungsverhältnisse konnte der Angriff jedoch erst am 15. Mai 1916 beginnen, wodurch der Überraschungseffekt verloren ging. Trotz des schwierigen Geländes erzielte die Offensive Anfangserfolge, lief sich jedoch bald fest. Die Anfang Juni 1916 einsetzende russische Brussilow-Offensive zwang die Österreicher endgültig zum Einstellen des Angriffes. Die österreichische Frühjahrsoffensive 1916 auf dem Gebiet der Sieben Gemeinden blieb erfolglos. Lediglich an der Kärntner und Isonzo-Front gelang es, den Stellungskrieg in den Bewegungskrieg zu überführen. Die 12. Isonzo-Schlacht im Herbst 1917 führte zum Zusammenbruch der italienischen Dolomitenfront im Hochgebirge, ein Erfolg, der nicht ausgenutzt werden konnte. Die Gebirgsfront bestand zwischen dem Stilfser Joch und dem Piave bis 1918 weiter. Der südliche Abschnitt der österreichischen Gebirgsfront brach Ende Oktober 1918 nach der Schlacht von Vittorio Veneto zusammen. Der Ortler (ital. Ortles) ist mit 3.905 Metern der Hauptgipfel der Ortlergruppe in den Ortler-Alpen im Grenzgebiet Südtirols zur Schweiz zwischen Vinschgau, Val di Sole und oberem Addatal. Er ist der höchste Berg der Region Tirol. Der Ortlergipfel Der Ortler ist ein massiger Berg mit vier markanten Graten: Nordgrat (Tschierfeck-Grat), Südgrat (Hochjochgrat), Nordostgrat (Martlgrat) und Südost- oder Hintergrat. Ein fünfter Grat, der Stickle-Pleiß-Grat (nach Westen), gehört zwar optisch zum Ortler und trägt mit dem Meraner Weg auch eine bekannte Route, endet jedoch nicht am Gipfel, sondern vereinigt sich am Hochjoch mit dem Südgrat. Auf seiner Nordwestabdachung zwischen Stickle-Pleiß- und Tschierfeck-Grat liegt eine mächtige Eiskappe. Der Ortler besteht aus Sedimenten des zentralalpinen Mesozoikums, dem Ortler-Dolomit. Der Unterschied zum bekannten Dolomit besteht darin, dass Ortler-Dolomit unter Einfluss von Druck und Hitze bereits gewisse Veränderungen des ursprünglichen Sedimentgesteins (Kalk-Dolomit) erfahren hat. Seine Farbe ist deutlich dunkler als der rein sedimentierte Dolomit. Einer Sage nach handelt es sich beim Ortler um einen versteinerten Riesen. Die Erstbesteigung des Ortlers gelang dem Passeirer Gämsenjäger Josef Pichler („Pseirer-Josele”) am 27. September 1804 im Auftrag des Erzherzog Johann von Österreich. Der Aufstieg erfolgte über die schwierige Nordwestflanke der „Hinteren Wandeln” von Trafoi aus. Zwischenzeitlich wurde diese Route nicht mehr begangen, doch 2004 wurde ein neuer Weg von Trafoi aus angelegt, genannt Meranerweg.[1] Im Jahr darauf entdeckte Josef Pichler den von Sulden ausgehenden, heute häufig begangenen Hintergrat. Der heutige Normalweg zum Gipfel folgt im Wesentlichen dem Nordgrat von der Payerhütte aus. Die Ortlergruppe Der Ortler ist der höchste und mächtigste Gipfel der nach ihm benannten Ortlergruppe, einem Bergstock von 50 km Länge und 40 km Breite mit fast 100 Gletschern (zu den größten von ihnen zählen der Suldenferner und der Laaser Ferner). Die Ortlergruppe gruppiert sich um den Monte Cevedale bzw. die ihm nördlich vorgelagerten Zufallspitzen, die das Dreiländereck der italienischen Provinzen Trentino, Sondrio und Südtirol markieren. Der Ortler selbst steht nordwestwärts vorgeschoben und ganz auf Südtiroler Territorium. Zu den Hauptgipfeln der Ortlergruppe zählen neben dem Ortler und dem Cevedale die Königspitze, der Monte Zebrù, die Thurwieserspitze und die Trafoier Eiswand sowie Palòn de la Mare und Punta San Matteo. Insgesamt hat das Ortlergebiet über 70 Dreitausender. Die Ortlergruppe gehört geologisch – mit Ausnahme des Ortlers selbst – zum Altkristallin der Ostalpen. Geschichte Kaiser Napoleon schenkte im Jahre 1805 dem treu untergebenen und neu entstandenen Königreich Bayern das Land Tirol. Damals gehörte das heutige Südtirol noch in vollem Umfang dazu. Der Ortler war damit für kurze Zeit der höchste Berg Bayerns. Bis zum Jahre 1919 war der Ortler der höchste Berg Österreich-Ungarns. Im Gebirgskrieg 1915-1918 verlief die österreichisch-italienische Front entlang der heutigen Provinzgrenze Südtirol-Sondrio, wenige Kilometer südwestlich des Ortlers, in dessen Eiskappe sich eine das ganze Jahr über besetzte österreichische Stellung befand. Sogar auf dem Gipfel wurde ein Geschütz aufgebaut. Letzteres wurde von italienischen Artilleriestellungen unter Feuer genommen, deren Überreste sich noch heute westlich des Stilfser Jochs im Bereich der Forcola di Rims befinden. Die beiden 1918 auf den Ortlergipfel und die Kreilspitze gezogenen zwei 10,5 cm-Geschütze waren die höchstgelegene Stellung Europas. Eines der Geschütze wurde in den späten 90er-Jahren wiedergefunden und ist heute im Rahmen des Sentiero della Pace (Friedensweg) öffentlich zugänglich. (Aus wikipedia). Die Königspitze (ital. Gran Zebrù) ist ein nach italienischer Vermessung 3.851 m s.l.m., nach deutsch-österreichischer 3.859 m ü. A.[1] hoher Berg in der Ortlergruppe an der Grenze zwischen Südtirol und der Provinz Sondrio in der Lombardei. Nach dem Ortler ist die Königspitze der zweithöchste Berg sowohl der Ortlergruppe als auch ganz Südtirols. Die erste gesicherte Gipfelersteigung erfolgte am 3. August 1864 durch F. Tuckett, Buxton und die Brüder Michel und Franz Biner. Bereits zehn Jahre vorher hatte angeblich St. Steinberger am 24. August 1854 den Gipfel über die Südwestflanke erreicht. Aufgrund mangelnder Beweise wird diese Besteigung allerdings stark angezweifelt. Berühmt-berüchtigt ist die "Schaumrolle", eine mächtige Wechte an der Nordostwand der Königspitze. Am Pfingstmontag des Jahres 2001 brach diese Schneewechte ab, was als ein Anzeichen der Klimaerwärmung gesehen wird. Das Gesicht der Königspitze hat darunter ein wenig gelitten, zumal hinzukommt, dass die früher nahezu komplett weiße Nordostwand heute im Sommer im unteren Teil stark ausgeapert ist. Erst zum Gipfel hin ist wieder eine durchgehende Firnschicht vorzufinden. Dadurch wirkt die Königspitze heute nicht mehr ganz so imposant wie in den 30er Jahren, als die Nordostwand das erste Mal begangen wurde. Der Normalweg der Südost-Route zum Gipfel führt über ein 30–42° steiles Firnfeld, das häufig unterschätzt wird. In einem alten Bergbuch heißt es über diesen Berg: „Unter allen Berggestalten der Ortlergruppe nimmt die Königspitze, was Adel ihrer Form und Steilheit der Abstürze betrifft, den vornehmsten Platz ein“. Die Kaiserjäger waren vier Infanterieregimenter der k.u.k. Armee, die sich während des ersten Weltkrieges besonders durch ihre hohe Kampfkraft an der Ost- und Südwestfront auszeichnete. Bekannt ist der Name bis heute durch die gleichnamige Musikkapelle und den „Kaiserjägermarsch“. Gliederung Aufgestellt wurden die vier Regimenter 1895 wie folgt: Das 1. Regiment mit Stab / II. / III. und IV. Bataillon in Innsbruck, das I. Bataillon in Bregenz Das 2. Regiment mit Stab / I. / II. und IV. Bataillon in Wien, das III. Bataillon in Brixen Das 3. Regiment mit Stab / III. und IV. Bataillon in Trient, I. Bataillon in Riva und II. Bataillon in Rovereto Das 4. Regiment mit Stab / II. / III. und IV. Bataillon in Linz, das I. Bataillon in Hall i. Tirol Bedingt durch das, in Österreich-Ungarn übliche häufige Wechseln der Garnisonen, lagen die Einheiten (offizielles Kürzel: TJR = Tiroler Jäger Regiment) 1914 in den folgenden Städten der drei Tiroler Landesteile (Süd- Nord- Welschtirol/Trentino) in Garnison: 1.Regiment Kommandeur: Oberst Guido Novak von Arienti Stab / I. / II. Bataillon in Trient III. Bataillon in Levico IV. Bataillon in Innsbruck 2.Regiment Kommandeur: Oberst Alexander Brosch von Aarenau Stab / I. / II. Bataillon in Bozen III. Bataillon in Meran IV. Bataillon in Brixen 3.Regiment Kommandeur: Oberst Heinrich Vonbank Stab / II. / III. Bataillon in Rovereto (Rofreit) I. Bataillon in Riva IV. Bataillon in Trient 4.Regiment Kommandeur: Oberst Ernst Dietrich Stab / III. Bataillon in Trient I. Bataillon in Mezzolombardo (Welschmetz) II. Bataillon in Mezzocorona (Kronmetz) IV. Bataillon in Hall i. Tirol Kampfeinsätze Die auf dem Bild ersichtlichen Orden und Kampfeinsätze eines Zugsführers der Kaiserjäger zeugen davon, was diese Männer leisten mussten: Dieser Kaiserjäger (später Hochgebirgs - Kompanie Nr. 30) kämpfte: in Galizien in den Karpathen am Col di Lana am Monte Piano auf der Hochfläche der sieben Gemeinden (Lafraun/Lavarone) am Monte Pasubio in den Sextener Dolomiten am Ortler auf der Hohen Schneid (Ortler Massiv) am Tonale Pass (Adamello - Presanella Massiv) an der Cima Presena (Adamello - Presanella Massiv) und an der Busazza (Adamello - Presanella Massiv) Dafür wurde er mit den folgenden Orden ausgezeichnet: Die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse die bronzene Tapferkeitsmedaille das Karl-Truppenkreuz die Verwundetenmedaille für 1malige Verwundung (am 20. September 1918 am Zigolon - Adamello-Presanella) die Ehrenmedaille des Landes Tirol an seine Verteidiger Ein hoher Prozentsatz (ca 40%) der Kaiserjäger bestanden aus Trientinern (sog. Welschtirolern). Der Rest setzte sich nicht nur aus Tirolern, sondern auch aus Angehörigen der gesamten Monarchie zusammen. Trotz der vielen italienischsprachigen Jäger, kam es bei den Kämpfen gegen das Königreich Italien zu so gut wie keinerlei Desertationen - im Gegenteil, über die Welschtiroler konnte man nichts negatives berichten. Wegen möglicher Unruhen in der tschechischen Provinz, verlegte man das 2. TJR im Jahre 1916 mit Garnison (bzw. dem Ersatzbataillonskader) nach Beneschau in Böhmen. Große Verluste erlitten die Kaiserjäger während des Feldzuges in Galizien, als der größte Teil des gut ausgebildeten Friedenspersonals regelrecht aufgeopfert wurde. In der Schlacht von Gorlice-Tarnow verlor das 2. Regiment fast 80 % an Gefallenen, Verwundeten, Vermissten - am 2. und 3. Mai 1915 allein 26 Offiziere, sowie über 600 Unteroffiziere und Mannschaften. Das 4. Regiment verliert an diesen beiden Tagen 1300 Mann. Oft werden die Kaiserjäger mit den Tiroler Kaiserschützen verwechselt, die der k.k. Landwehr angehörten, und ebenso Teil der regulären Streitkräfte Österreich-Ungarns waren. Die Verwechslung entsprang dem Dekret vom April 1917, in dem Kaiser Karl I. den Tiroler Landesschützen den Titel Kaiserschützen verlieh, ob in Anerkennung ihrer Taten während der bisherigen Feldzüge oder aus welchens sonstigen Gründen auch immer, ist nicht bekannt. Die Kaiserjäger waren reguläre Infanterie, die jedoch ohne alpine Erfahrung im Jahre 1915 an die Hochgebirgsfront verlegt wurde. Auch die Tiroler Standschützen wurden nach der Kriegserklärung Italiens am 23. Mai 1915 an Österreich aufgeboten. Die regulären Truppen waren zu dieser Zeit im Galizien gegen Russland im Einsatz. Die Südgrenze Österreichs war entblösst. Ca. 30.000 Schützen, Mitglieder der örtlichen Schützenkompanien, besetzten als Erste die hohen Grenzberge und verteidigten diese erfolgreich, bis zum Eintreffen der Kaiserjäger und Landesschützen gegen die Italienische Armee. Ohne dem raschen Eingreifen der Tiroler Standschützen hätte die Italienische Armee Tirol im Handstreich eingenommen. Die Gruppierung der Standschützen geht ebenfalls auf das Landlibell von 1511 zurück, das den Tirolern gestattet ihr Land im Kriegsfall selbst zu verteidigen. Die Grundlage dieses Landlibells, die Waffenfreiheit aller Tiroler, konnte Kaiser Maximilian I nur in einem Land wagen, das keine Leibeigenen kannte, wo vom Ritter bis zum Bauernknecht jeder ein freier Mann war. Das Landlibell hatte bis 1918 Gültigkeit. Die „Tiroler Kaiserjäger“ erwarben sich 1916 bis 1918 den Ruf hoher Tapferkeit und Ausdauer im Süden Tirols und den angrenzenden Regionen. Der Abwehrkampf gegen die Entente und Italien musste dort - ähnlich wie 1809 - teilweise lokal geführt werden, weil der Großteil der Armee an anderen Fronten gebunden war. Die Kaiserjäger bildeten meistens kleine Gruppen: hochalpine Detachements, Bergführerkompanien und besonders Streifkompanien (im alpinen Gelände sehr bewegliche Hochalpin-Soldaten). Die Leistungen von Kaiserjäger-Einheiten im schwierigsten alpinen Gelände ist in diesen Fällen als besonders hoch einzuschätzen: handelte es sich doch nicht um eine Hochgebirgstruppe ... Desto größer ist die Bewunderung, die uns ihre Einsätze auf Graten, Gipfeln und Eisstollen abverlangen. Geschichte Mit dem 16. Januar 1816 - dieser Tag wird als Geburtstag der Kaiserjäger gefeiert - begann die Aufstellung des Regiments mit den Namen „Tiroler Kaiserjäger“. Die Soldaten dieses Regimentes in der Stärke von 5000 rekrutierten sich durch die Konskription, - bis zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1868 wurde die Stellung durch Los bestimmt - weiterhin durch die Übernahme von 1400 Mann aus dem ehemaligen Fennerjägerkorps, dem Vorläufer der Kaiserjäger, und von 600 Tiroler Soldaten, welche nach Ende der napoleonischen Kriege wieder in die Heimat zurückkehrten. Betrug die Dienstzeit anfangs 12 Jahre, verringerte sich diese später von 8 auf 6 Jahre, wobei die Bezahlung der Soldaten angemessen war. Regimentsinhaber war der Kaiser persönlich, Zweitinhaber sowie die Kommandanten wurden durch ihn persönlich ernannt. Das Regiment - ursprünglich aus sechs Bataillonen gebildet - zählte im Jahr 1894 bereits 16 Bataillone. Hauptergänzungsländer blieben Tirol und Vorarlberg. Ein Jahr später - am 1. Mai 1895 - wurde aus den 16 Bataillonen des „Tiroler Jägerregiments Kaiser Franz Joseph“ die Errichtung von 4 Regimenter angeordnet. Die neu aufgestellten Regimenter erhielten die Bezeichnung Kaiserliches und königliches 1, 2, 3, und 4. Regiment der Tiroler Kaiserjäger. Im Ersten Weltkrieg setzte die österreichische Generalität die Kaiserjäger im Schwergewicht ein. Feldmarschall Svetozar Boroëvić von Bojna, Kommandant der Isonzoarmee 1915 sagte über die Kaiserjäger: „In meiner mehr als 40 jährigen Dienstzeit kenne ich die Kaiserjäger nur als Aristokraten der Infanterie. Ich betrachte sie daher als Gardetruppen und werde sie dort verwenden, wo ich einen todsicheren Erfolg haben will.“ Leistungen der Kaiserjäger sind die Erstürmung des Casina Fersada am 23. Februar 1849, der Sturm auf das Dorf Pregasina am 16. Juni 1848, das Nachtgefecht in Volta am 26. Juni 1848, die Eroberung einer französischen Kanone am 4. Juni 1859 in Magenta, die Erstürmung von Oliosi am 24. Juni 1866, der Sturm auf die Insurgentenstellung im Kremenac am 21. Oktober 1878 während der Okkupation von Bosnien und der Herzegowina. Im Sinne der Traditionspflege hat der im Jahr 2000 in die Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie zu Wiener Neustadt eingetretene Jahrgang sich den Namen Kaiserjäger gegeben. Im Jahr 2004 wurden die 82 Berufsoffiziere des Jahrgangs Kaiserjäger in das österreichische Bundesheer übernommen. Der Gebirgskrieg 1915–1918 im Ersten Weltkrieg war ein großangelegter Stellungskrieg in gebirgigem Gelände an der Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien, und war als Gebirgskrieg in den Alpen in seiner Art einmalig. Vorgeschichte: Italien war vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges im sogenannten Dreibund mit Österreich-Ungarn und Deutschland verbündet. 1914 weigerte sich Italien, auf der Seite der Mittelmächte in den Krieg einzutreten. Als Grund führte Italien an, dass der Dreibund ein Defensivpakt sei. Es bestehe nur eine Bündnispflicht, wenn einer der Bündnispartner angegriffen würde, laut italienischer Ansicht hätten jedoch Deutschland und Österreich-Ungarn den Krieg begonnen und somit bestehe keine Bündnispflicht. Der eigentliche Grund war, dass die Entente von Beginn an Italien Versprechungen machte. In Friaul und Südtirol, sowie im Trentino und in Triest lebten unterschiedlich starke italienische Minderheiten und die Entente versprach diese österreichischen Gebiete Italien im Falle eines Kriegseintrittes auf ihrer Seite. Österreich wies zwar darauf hin, dass mehr Italiener als Minderheit in Frankreich und in der Schweiz lebten, fand damit aber kein Gehör. Ein weiterer Grund dafür war wohl auch, dass Italien Österreich als den vermeintlich schwächeren Gegner betrachtete. So gab es Pläne im italienischen Generalstab, binnen vier Wochen bis nach Wien vorzurücken. Auch die italienische Wirtschaft hatte kein Interesse daran, an der Seite der Mittelmächte zu kämpfen. Die italienische Wirtschaft war sehr abhängig von Rohstoffimporten auf dem Seeweg, diese wären im Falle eines Krieges gegen die Entente blockiert worden. Die italienische Bevölkerung war allerdings keineswegs kriegsbegeistert und musste mittels Propaganda erst motiviert werden. Hier tat sich vor allem der italienische Dichter Gabriele d'Annunzio hervor, der es verstand, antiösterreichische Stimmung zu erzeugen. Auch General Luigi Cadorna gelang es, mit optimistischen Versprechungen und Prognosen das italienische Parlament auf seine Seite zu ziehen. Am 23. Mai 1915 trat Italien trotz des Bündnisses auf Seiten der Entente gegen Österreich-Ungarn in den Ersten Weltkrieg ein. Italien verfügte bei Kriegsbeginn über ein Heer von 900.000 Mann, das sich in vier Armeen sowie die Karnische Gruppe gliederte. Oberbefehlshaber war General Luigi Cadorna. Der festgelegte Operationsplan sah vor, mit der 2. und 3. Armee über den Fluss Isonzo in Richtung Laibach vorzustoßen, um ein strategisches Zusammenwirken mit dem russischen und serbischen Heer zu ermöglichen. Die Karnische Gruppe sollte Richtung Villach in Kärnten vorstoßen, die 4. Armee Toblach angreifen. Die gegen Südtirol eingesetzte 1. Armee sollte sich defensiv verhalten. Bereits in den ersten Wochen zeigte sich, dass die geplanten Operationsziele völlig unrealistisch waren. General Cadorna war zwar ein gewandter Redner, sein militärisches Geschick stand jedoch in keiner Relation dazu. Die österreichische Grenze war zwar in Erwartung eines italienischen Kriegseintrittes gut befestigt worden, allerdings nur mit schwachen Landsturmeinheiten besetzt. Für manche Frontabschnitte waren zu Beginn überhaupt keine k.u.k. Truppen verfügbar. Hier marschierten Freiwillige nachts von Gipfel zu Gipfel und täuschten durch viele Fackeln eine stärkere Besetzung vor. General Cadorna scheute jedes Risiko wie auch eine rasche Offensive. Die Österreicher brachten ihrerseits schließlich Verstärkung von der serbischen und russischen Front an die italienische Grenze und schafften es so, bereits nach zwei Wochen eine geschlossene Verteidigung zu organisieren. Der deutsche Verbündete griff der Donaumonarchie unter die Arme: das neuaufgestellte Alpenkorps wurde noch im Mai 1915 nach Südtirol verlegt und blieb dort bis in den Herbst. Deutschland war allerdings erst seit August 1916 formell mit Italien im Kriegszustand. Das gebirgige Gelände stand einem schnellen italienischen Vormarsch entgegen und begünstigte die Verteidiger zusätzlich. Der Kriegsschauplatz: Die Front befand sich zum größten Teil in gebirgigem Gelände und stellte somit besondere Anforderungen an die Kriegsführung (vgl. Gebirgskrieg). So musste buchstäblich jede Wasserflasche und jedes Stück Feuerholz von Maultieren in die Stellungen transportiert werden. Da ab dem Winter 1916/17 die Pferde und Maultiere auf Grund von Futtermangel kaum noch leistungsfähig waren, wurden diese mehr und mehr durch elektrisch betriebene Seilbahnen bzw. Zugverbindungen ersetzt. Die kürzeste Verbindung nach Kärnten bzw. ins nördliche Slowenien wurden außerdem durch noch in der napoleonischen Zeit errichtete Forts (z.B. Fort Herrmann oder Herrmannswerk) versperrt. Der österreichisch-ungarischen Armeeführung war jedoch bewusst, dass diese Sperranlagen einem Beschuss mit modernen Artilleriegeschützen nicht standhalten würden. Die Geschütze und Besatzungen dieser Forts waren deshalb noch vor Kriegsausbruch, bis auf eine minimale Restmannschaft, die eine Vollbesetzung vortäuschte, abgezogen worden. Die italienischen Truppen wurden vor diesen Forts gestoppt und die italienische Artillerie schoss die Forts nieder, was der österreichischen Armee die Zeit verschaffte, die sie zum Aufbau ihrer Verteidigungslinien benötigte. Am Isonzo und in Richtung Triest war das Gelände eher hügelig und verkarstet und somit offen für Großangriffe. Demzufolge konzentrierten sich die italienischen Angriffe immer wieder in diesem Abschnitt. Vor allem die einzigen zwei österreichischen Brückenköpfe westlich des Isonzo, bei Tolmein und bei Görz, wurden immer wieder angegriffen. Hier zeigte sich jedoch das mangelnde militärische Geschick Cadornas. General Cadorna hatte zu Beginn eine konservative, veraltete Kriegsführung bei Angriffen seiner Soldaten. So gingen seine Soldaten dicht gedrängt und gestaffelt vor, was alle anderen kriegsführenden Länder wegen der außerordentlich hohen Verluste, die diese Taktik durch gegnerische Maschinengewehre forderte, längst vermieden. Die österreichischen Verteidiger fügten so einzelnen italienischen Kompanien in den Anfangstagen hohe Verluste (bis 90 %) zu. Außerdem war Cadorna zu zögerlich und verschenkte so des Öfteren bereits erkämpfte Anfangserfolge. Die Österreicher ihrerseits hatten mit Generaloberst Svetozar Boroevic von Bojna einen ihrer fähigsten Kommandanten an die italienische Front entsandt. Vor allem die Defensive war eine Spezialität General Boroevics und so schaffte er es immer wieder, trotz deutlicher Unterlegenheit gegen einen bis zu dreimal stärkeren Gegner, einen italienischen Durchbruch zu verhindern. Sein Geschick trug ihm bald den Beinamen „der Löwe vom Isonzo“ ein. Am 1. Februar 1918 wurde er von Kaiser Karl I. zum Feldmarschall befördert. Beide Seiten hatten aufgrund der ungeheuren Strapazen und Entbehrungen mit Disziplinproblemen bis hin zur Desertion zu kämpfen. In der k.u.k. Armee waren italienische und tschechische Einheiten stark betroffen. Der Nationalismus und die Propagierung eines eigenen tschechischen Nationalstaats durch die Entente begann Wirkung zu zeigen. Die schlechte Versorgungslage der k.u.k. Einheiten tat ein Übriges, um die Moral zu senken. Bei den italienischen Einheiten war oft der noch heute existierende Unterschied zwischen den Nord- und Süditalienern Grund für das Überlaufen zum Feind. Süditaliener betrachteten den Krieg häufig als einen sie nichts angehenden Krieg „Roms und des Nordens“. Besondere Gefahren drohten den Soldaten beider Seiten nicht nur vom Feind, sondern auch aus der Natur. Teilweise kamen mehr Soldaten durch Lawinen, Felsstürze und sonstige Unfälle ums Leben als durch feindlichen Beschuss. Aufgrund des schwierigen Geländes wurde auch wieder auf den Minenkrieg zurückgegriffen, wobei feindliche Stellungen, zum Teil sogar ganze Berggipfel, untergraben und in die Luft gesprengt wurden. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Col di Lana. Schlachten: Während in den Dolomiten eher Halteschlachten geschlagen wurden, fanden die wesentlichen Ereignisse in den Karnischen und Julischen Alpen statt. Hierbei ragten besonders die Isonzo- und Piaveschlachten heraus. Erst nach dem erfolgreichen Feldzug gegen Serbien im Herbst 1915 ergab sich für Österreich eine Möglichkeit, gegen Italien offensiv zu werden. Geplant war eine Offensive von zwei österreichischen Armeen, ausgehend von der Hochfläche von Lavarone in Richtung Venedig. Durch ungünstige Witterungsverhältnisse konnte der Angriff jedoch erst am 15. Mai 1916 beginnen, wodurch der Überraschungseffekt verloren ging. Trotz des schwierigen Geländes erzielte die Offensive Anfangserfolge, lief sich jedoch bald fest. Die Anfang Juni 1916 einsetzende russische Brussilow-Offensive zwang die Österreicher endgültig zum Einstellen des Angriffes. Die österreichische Frühjahrsoffensive 1916 auf dem Gebiet der Sieben Gemeinden blieb erfolglos. Lediglich an der Kärntner und Isonzo-Front gelang es, den Stellungskrieg in den Bewegungskrieg zu überführen. Die 12. Isonzo-Schlacht im Herbst 1917 führte zum Zusammenbruch der italienischen Dolomitenfront im Hochgebirge, ein Erfolg, der nicht ausgenutzt werden konnte. Die Gebirgsfront bestand zwischen dem Stilfser Joch und dem Piave bis 1918 weiter. Der südliche Abschnitt der österreichischen Gebirgsfront brach Ende Oktober 1918 nach der Schlacht von Vittorio Veneto zusammen. Condition: Gebraucht, Condition: Mit minimalen Alters- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand., Herstellungsland und -region: Deutschland, Modifizierter Artikel: Nein

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