Fachbuch Deutsche Porzellanmarken von 1710 bis heute, Roentgen, STANDARDWERK NEU

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Seller: Top-Rated Seller kunstbuch-shop (15.011) 99.7%, Location: Schlangen (bei Paderborn), Ships to: Worldwide, Item: 330517276284 Fachbuch: Deutsche Porzellanmarken von 1710 bis heute Autor: Robert E. Röntgen Für alle, die genaueres über jenes Porzellan wissen wollen, das sie vor sich haben, bietet Robert E. Röntgen seinen großen deutschen Porzellanmarkenführer an. Der Titel erscheint in der 6. Auflage – komplett überarbeitet, aktualisiert, umfangreich um über 150 Marken erweitert und komplett neu nummeriert. Hier finden sich alphabetisch nach den Herstellungsorten geordnet alle Marken der Manufakturen, Fabriken und Porzellanmaler von den Anfängen der deutschen Porzellanherstellung bis heute. Auch die Marken der ehemaligen DDR und der nach der Wende reprivatisierten oder seither neugegründeten Manufakturen. Hinzu kommen viele Hinweise zu Firmengeschichten und zwei praktische Suchregister, die jeder Porzellanfreund schätzen gelernt hat. Ein Symbolindex erleichtert die Suche nach Marken, von denen weder Hersteller noch Herstellungsort bekannt ist. Ein Namensindex der Hersteller und Maler hilft die Marken einer Firma zu finden, deren Namen der Benutzer schon kennt. Das Buch hat sich über die Jahre zum Standardwerk entwickelt und sich selbst als eine Marke behauptet. Wer fragt, ob sein Porzellan ein Original aus Meißen oder eine Fälschung ist, wie alt es ist oder wo es produziert wurde, ist mit diesem Werk gut beraten. Vorwort Es sind drei Sachen, durch welche das Verlangen der Menschen besonders geweckt wird, dieses oder jenes zu begehren, auf das sie sonst für ihren täglichen Gebrauch wohl verzichten könnten: Erstlich die Schönheit, zum anderen die Rarität und drittens die mit beiden verknüpfte Nutzbarkeit: Solche drei Qualitäten machen eine Sache angenehm, kostbar und nötig, sodaß ein jeder Mensch, wenn schon nicht zum Gebrauch oder zum Schmuck, so doch wenigstens als Sehenswürdigkeit etwas davon zu haben begehrt. Mit diesen Worten an König August den Starken beschrieb Johann Friedrich Böttger 1709 den Wert des gerade von ihm erfundenen Hartporzellans. Sie können immer noch gelten, obwohl Böttger guten Grund hatte, die Bedeutung seiner Erfindung zu übertreiben. Er hatte dem König nämlich über viele Jahre versprochen Gold herzustellen, bis August ungeduldig wurde und ihm 1707 drohte: "Tue er mir Recht, Böttger, oder ...!" Es war nicht das erste Mal, dass Böttger in Schwierigkeiten war. Schon einige Jahre vorher war der aufs Goldmachen versessene Geselle beim Apotheker Zorn in Berlin dem König Friedrich I. aufgefallen, der hoffte, mit Hilfe dieses jungen Mannes die Schulden zu verringern, die er für die Feiern seiner gerade vollzogenen Krönung als König in Preußen gemacht hatte. Böttger glaubte ans Goldmachen, aber er wusste, dass er bei all seinen bisherigen Vorführungen nur durch Taschenspielerei unedles Metall oder Silber in Gold verwandelt hatte. Als der Preußenkönig ihn zu sich befahl, bekam er es mit der Angst. Er wusste, dass ungeduldige Könige erfolglosen Goldmachern ein unerfreuliches Ende bereiten ließen. So schnürte er seine geheimen Tinkturen, Pulver und Notizen in ein Bündel und gelangte auf Schleichwegen aus Berlin ins sächsische Wittenberg. Das war keine große Verbesserung, denn August der Starke, sächsischer Kurfürst und König von Polen, hatte mit zwei Residenzen in Dresden und Warschau noch mehr Bedarf an Gold als sein königlicher Vetter in Berlin. Er ließ Böttger als Gefangenen nach Dresden bringen. In der Jungfernbastei sollte Böttger nun endlich Gold machen, was ihm natürlich nicht gelingen konnte. Der sächsische Kurfürst hatte 1696 Ehrenfried Walter von Tschirnhaus, einen Gelehrten von europäischem Ansehen, beauftragt, in Sachsen nach "Edelsteinbrüchen zu visitieren" und alle Bodenschätze in Sachsen auf ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit zu untersuchen. Tschirnhaus lernte Böttger kennen, hielt bald große Stücke auf ihn und sie tauschten ihre Erfahrungen aus. Tschirnhaus hatte das Glasschmelzen perfektioniert und Glasmanufakturen geschaffen. Er versuchte auch, Porzellan auf ähnliche Weise wie Glas herzustellen. Das musste scheitern, denn Glas entsteht durch Schmelzen, Steingut und Porzellan dagegen durch Sintern. Trotzdem halfen Tschirnhausens Erkenntnisse über die Schmelzbarkeit von Mineralien Böttger, 1707 zuerst das rote Steinzeug und 1709 das weiße Porzellan herzustellen. August der Starke, ein Verehrer und begeisterter Sammler ostasiatischen Porzellans, gründete 1710 seine eigene Porzellanfabrik, die erste in Europa, die nach seinen eigenen Worten "der Gloire des Königs und dem Kommerz" dienen sollte. Und um beides zu schützen, brachte er die Manufaktur in der streng bewachten und isolierten Albrechtsburg in Meißen unter. In den ersten Jahren dachte niemand daran, den Erzeugnissen der Manufaktur eine Fabrikmarke zu geben. Es gab ja keine Konkurrenz. Alles Hartporzellan musste aus Meißen kommen. Doch dann floh 1719 der Meißener Obermeister Stölzel mit dem Geheimnis der Porzellanmacherei, dem "Arkanum", nach Wien. Mit seiner Hilfe konnte die dort zwei Jahre zuvor gegründete Porzellanmanufaktur von du Paquier endlich richtiges Porzellan herstellen. Kurz darauf machte man mit Hilfe eines entlaufenen Meißener Arbeiters auch in Venedig Porzellan. Es entstand also ernsthafte Konkurrenz für die Manufaktur in Meißen. Als 1717 eine einigermaßen brauchbare blaue Unterglasurfarbe entwickelt worden war, malte man damit pseudochinesische Zeichen unter die Porzellanstücke. Wie und in welcher Form, blieb den Malern überlassen. 1722 schlug der Manufakturinspektor Johann Melchior Steinbrück die gekreuzten Schwerter aus dem Wappen des sächsischen Kurfürsten als Marke vor. Dieses Zeichen setzte sich schließlich durch, und damit begann das Markierungssystem für Porzellan in Europa. Zuerst trug man die Marken mit dem Pinsel auf das noch unglasierte Stück auf. Bis 1817 gab es nur Blau als Unterglasurfarbe. Dann kam Grün als zweite Unterglasurfarbe hinzu. Mit der Hand gemalte grüne Marken sind aber sehr selten. Erst als um 1830 Gummistempel in Gebrauch kamen, wurde die leichtflüssigere grüne Farbe für Markenzeichen benutzt. Sowohl in den frühen Zeiten als auch später übertrug man Lehrlingen oder Hilfsarbeitern das Anbringen der Marken. Die machten das nicht immer sehr sorgfältig und nicht wenige Marken erscheinen verschmiert oder verwischt, bei manchen fehlen Teile und manchmal sind auch nur Konturen erkennbar. Dazu kommt, dass die auf die hart gebrannten porösen Scherben in blauer Farbe aufgetragene Marke nach der Glasur unscharfe Umrisse hat, was es auch schwierig macht, sie zu fotografieren. Bei den Zeitangaben für Marken auf altem Porzellan sind deswegen andere Hinweise wie Arbeitsberichte, Lohnaufzeichnungen, Porzellanqualität, Malerei und Staffierung zu Hilfe gezogen worden. Seit dem späten 19. Jahrhundert brachten die Hersteller häufig zusätzliche Bezeichnungen oder Dekornamen über oder unter der Marke an. Von diesen Zusätzen sind in diesem Buch nur wenige aufgeführt, da ihre Zahl zu groß ist. Bei der Zeitbestimmung jüngeren Porzellans hilft etwas das britische Handelsmarken-Gesetz von 1887. Es forderte, dass auf allen Import-Waren der Name des Herkunftslandes anzubringen sei. Das konnte bei deutschen Produkten mit den Worten "Made in Germany" geschehen oder einfach nur mit "Germany". 1891 erließen die USA ein ähnliches Gesetz. Das erlaubt die Feststellung, dass alle Stücke, die den Namen des Herkunftslandes tragen, nach 1887 hergestellt worden sind. Leider ist es nicht möglich, im Umkehrschluss zu sagen, dass alle Porzellanstücke ohne die Herkunftsbezeichnung vor 1887 produziert wurden. Bei kleineren Artikeln, zu denen eben auch Porzellan gehört, erlaubten die Zollbehörden nämlich, dass die Hersteller die Herkunftsbezeichnung nur auf den Transportbehältern anbrachten und nicht auf jedem Stück darinnen. Gelegentlich klebte man auch Papieretiketten mit dem Aufdruck "Germany" unter die Stücke. Andere Kennzeichnungen wie - Prussia -, - Bavaria -, - Silesia -, - Thuringia - oder ähnliche waren erlaubt, solange der Staat, in dem sie benutzt wurden, keinen Widerspruch erhob. Seit 1874 galt im Deutschen Reich das "Gesetz über den Markenschutz". 1891 wurde das "Gesetz über den Gebrauchsmusterschutz" eingeführt. Die Buchstaben "DRGM" im Zusammenhang mit einer Marke bedeuten "Deutsches Reich Gebrauchsmusterschutz". Sie sind ein Zeichen dafür, dass das Porzellanstück nach 1891 hergestellt worden ist. 1894 trat das "Gesetz zum Schutz der Warenzeichen" in Kraft, das das Markenschutzgesetz ablöste. Warenzeichen wurden seitdem (bis zum Inkrafttreten des neuen Markengesetzes 1995) in die Warenzeichenrolle beim Patentamt eingetragen. Besitzer dieser Zeichen fügten ihren Marken oft eine Bezeichnung hinzu, die auf die Eintragung hinwies, wie: Deponiert dep DEP Schutzmarke Gesetzlicher Schutz gesetzl. geschützt ges. geschützt ges. gesch. oder ähnlich. Stücke mit diesen Zusätzen sind nach 1894 entstanden. In der Mitte des 20. Jahrhunderts kommen zunehmend Schiebebilder für Marken in Gebrauch. Die Marke wird mit keramischer Farbe auf ein spezielles Papier gedruckt und mit Schiebe oder Filmlack überzogen. Nachdem das Papier angefeuchtet ist, kann die Marke vom Film auf Porzellan übertragen werden. Blaue und grüne Marken liegen unter der Glasur und sind dadurch technisch geschützt. Rechtlich dagegen waren sie bis zum Erlass des Markenschutzgesetzes 1874 Freiwild. Jede Fabrik konnte berühmte Marken nachahmen. Bekannte deutsche Porzellanfabriken lieferten den zahlreichen Porzellanmalern sogar Weißporzellan mit den gefälschten Marken von Wien und Meissen. Die Porzellanmaler stellten selbst kein Porzellan her, da sie in ihren Muffelöfen die zum Brand nötigen 1300° bis 1450° Celsius nicht erreichten. Diese Fälschungen gingen nach 1871 und vielen Gerichtsprozessen etwas zurück, aber sie hörten nicht auf. Eine neue Farbe hat sie in den letzten Jahrzehnten wieder belebt, die Inglasurfarbe. Sie ist eine auf die Glasur aufgetragene Einsinkfarbe, die bei Brandtemperaturen von 1200° bis 1300° Celsius in die erweichte Glasur einsinkt und mit ihr verschmilzt. Marken, die mit Inglasurfarben aufgetragen sind, können wie Unterglasurmarken aussehen. Auch wenn es zahlreiche Fälschungen der Marken besonders der älteren Manufakturen gibt, bleibt die Marke das wichtigste Identifikationsmerkmal. Doch dazu kommen bei älterem Porzellan noch Form und Stil des jeweiligen Stücks, das Dekor, die Farben, die Glasur, das Gewicht und der Klang. Viele Museen haben besondere Sprechstunden, in denen Porzellanliebhabern bei der Identifizierung ihrer Stücke geholfen wird. Die Eintragungen in diesem Buch sind nach den Herstellungsorten alphabetisch geordnet: Bei der ersten Erwähnung eines Porzellanherstellers oder -maiers folgt auf den Namen die Zeit, in der der Betrieb bestand oder besteht. Häufig wird zu Beginn einer Eintragung eine kurze Geschichte des Betriebes gegeben. Danach werden die Hauptprodukte aufgeführt und es folgen Angaben über die Dauer der Markenbenutzung und weitere Informationen dazu. Bei weiteren Marken des Betriebes sind die Namen des Herstellers, der Zeitraum der Markenbenutzung und weitere Angaben über die Marke zu finden. Verschiedene Marken derselben Firma und ihrer Nachfolger sind durch gepunktete Linien getrennt. Ein horizontaler Strich grenzt verschiedene Firmen in derselben Stadt voneinander ab. In einigen Fällen werden auch Maler-, Modelleur-, Bossierer-, und Drehermarken aufgeführt, wenn sie bei der Datierung einer Marke helfen. Nicht aufgeführt ist die unübersehbar große Zahl der Modell- und Musterbezeichnungen, die zusätzlich zu Fabrikmarken angebracht wurden. 1901 Unterstrichene Jahreszahlen geben das Jahr an, in dem die Marke zum Warenzeichenregister angemeldet worden ist. Diese Marken können aber auch schon einige Zeit vor dem Jahr der Anmeldung benutzt worden sein. (1901) In runde Klammern gesetzte Jahreszahlen geben an, wann die Marke gelöscht worden ist. [1901] In eckige Klammern gesetzte Jahreszahlen geben an, wann die Schutzfrist für die Marke abgelaufen ist. Ein Namensindex der Porzellanhersteller und -maier erleichtert es, die Marken einer Firma zu finden, deren Name dem Benutzer schon bekannt ist. Bei der Suche nach einer Marke, deren Hersteller oder Herstellungsort nicht bekannt ist, kann die folgende Symbolliste helfen. Wählen Sie einen oder mehrere Bestandteile der Marke aus und suchen Sie in der folgenden Liste nach den Seiten, auf denen Sie Marken mit diesen Symbolen finden. Über den Autor: Robert E. Röntgen aus dem Ostseebad Kühlungsborn, früher Rundfunk- und Fernsehjournalist, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Meissener Porzellan und hat mehrere Publikationen zu diesem Thema verfasst und gehört damit zu den führenden deutschen Porzellanexperten. Autor: Robert E. Röntgen Verlag: Battenberg-Verlag in der H. Gietl Verlag und Publikationsservice GmbH, Regenstauf Jahr: 2007 Auflage: 6. Auflage (es wird immer die aktuelle Auflage geliefert!) Seitenanzahl: 328 Seiten Abbildungen: zahlreiche Markenabbildungen Buchart: Gebunden Sprache: Deutsch Größe: ca. 246 x 174 x 22 mm Gewicht: ca. 1.100 Gramm ISBN 10: 3-86646-013-9 ISBN 13: 978-3-86646-013-3 Zustand: neu, ungelesen Besonderheiten: bestes Markenbuch zu deutschem Porzellan, was derzeit erhältlich ist Condition: Neu, Genre: Sammeln, Genre 2: Keramik & Porzellan, Autor: Robert E. Röntgen, Themenbereich: Freizeit, Hobbys & Lifestyle, Thema: Sammeln, Modifizierter Artikel: Nein, Herstellungsland und -region: Deutschland, Sprache: Deutsch, Erscheinungsjahr: 2007, Verlag: Battenberg Gietl Verlag, Format: Gebundene Ausgabe

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