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1841 - GARTENBAU - Landwirtschaft - BAUER Gärtner Leder Garten Pomologie Imker

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Verkäufer: elistro (7.228) 100%, Artikelstandort: Berlin, Versand nach: EuropeanUnion, CH, Artikelnummer: 262732445008 Gartenbau / Landwirtschaft / Gärtner / Haushaltslehre / Bauer / Landwirt / Imkerei / Bienen / Obstbäume / Düngung / Pomologie / Geflügel / Bier / Hausväterbuch / Bayern / Seide / Tabak / Flachs - angeboten wird ein großformatiges (21,5 x 14,5 cm), in vier Teilen (hier in zwei Bänden zusammengeführt) vollständiges und dekorativ in Halbleder gebundenes Grundlagenwerk über Gartenbau und Landwirtschaft aus dem Jahr 1841. Der Verfasser, der bayerische Zollbeamte Johann Evangelist Fürst (1784-1846), konnte durch seine wechselnden Dienststellen in den verschiedenen Gegenden Bayerns unterschiedliche gartenbauliche und landwirtschaftliche Wirtschaftsweisen kennenlernen, die er im vorliegenden Werk beschreibt. Enthalten sind u.a. Beiträge über Haus-, Feld- und Gartenwirtschaft, die Obst-, Baum-, Hühner-, Bienen- und Seidenzucht, Futter-Kräuter-, Flachs-, Ölpflanzen-, Hopfen- und Tabakbau sowie diverse Rezepte und Kniffe für den Alltag. "Der wohlberathene Bauer Simon Strüf" (der Nachname ist ein Anagramm des Verfassernamens "Fürst") wurde - um seine Verbreitung und Wirkung bei der ländlichen Bevölkerung zu erhöhen - vom Verfasser in Form eines Bauernromans in leicht verständlicher Sprache verfasst und enthält etliche Illustrationen. Fürst wollte in der Tradition der Hausväterliteratur auf unterhaltsame und zugleich lehrreiche Weise moderne Anbaumethoden aufzeigen, mit denen Ertragssteigerungen zu erzielen waren. Erst die hier vorliegende fünfte Auflage von 1841 wurde durch einen vierten Band ergänzt, der in einem anderen Verlag erschien und oft bei Vergleichsexemplaren fehlt (hier vorliegend). Johann Evangelist Fürst: Der wohlberathene Bauer Simon Strüf, eine Familien-Geschichte [komplett in 4 Teilen (hier in 2 Bänden zusammengeführt)]. Allen Ständen zum Nutzen und Interesse, besonders aber jedem Bauer und Landwirthe ein Lehr- und Exempel-Buch. Mit vier Titelvignetten und zahlreichen Textholzschnitten. Fünfte, abermals durchaus verbesserte und vermehrte Auflage. Augsburg, Kollmann (bzw. Regensburg, Pustet für Teil 4) 1841. 328, 291, 256 & 236 S. Goldgeprägtes Halbleder. Johann Evangelist Fürst (28. Dezember 1784 in Frauendorf bei Vilshofen - 11. November 1846 in Au) war ein bayrischer Zollbeamter, Unternehmer und Autor. Er wurde als sechstes Kind des Bauern Michael Fürst (* 1744) und seiner Frau Katharina, geborene Huber, der Tochter eines Bauern aus Punzig, geboren. Sein Urgroßvater, ein Landwirt und Schneider, hatte im Jahr 1701 den Glockenhof, einen kleinen Bauernhof in Frauendorf gekauft, der seit dem von der Familie Fürst bewirtschaftet wurde. Johann Fürsts Mutter starb zwei Jahre nach seiner Geburt. Sein Vater brachte ihm als Kind Lesen bei. Da der abgelegene Weiler Frauendorf nur aus vier Gehöften bestand, konnte Johann keine öffentliche Schule besuchen und erhielt stattdessen zunächst unregelmäßig Privatunterricht. Er besuchte sogenannte Winkelschulen in den umliegenden Dörfern und legte vor dem Pfarrer von Vilshofen eine Prüfung ab. Da er sich dabei als guter Schüler erwies, erhielt er ab 1797 zur Vorbereitung auf das Gymnasium trotz des anfänglichen Widerstands des Vaters Unterricht beim Stiftskaplan und im Folgejahr bei Pfarrer und Dekan in Aicha vorm Wald, einem Verwandten der Familie. Ab dem Herbst 1799 besuchte er das bischöfliche Gymnasium in Passau, wo er bald der zweitbeste Schüler der Klasse war. In Passau machte er die Bekanntschaft des Buchhändlers und Bibliothekars Anton Pustet, dem Vater seines späteren Freundes und Verlegers Friedrich Pustet. Im Herbst 1803 wechselte Johann Fürst im Alter von 19 Jahren gegen den Willen seines Vaters an das Wilhelmsgymnasium in München. Da er hier seine spätere Ehefrau Barbara Lobwasser kennenlernte, brach er die Ausbildung zum Geistlichen ab und wechselte auf das weltliche Lyzeum, auf dem er Kurse in Logik, Mathematik und Philosophie belegte, um sich auf ein Studium an der Universität vorzubereiten. Als jedoch bekannt wurde, dass er einen Beziehung zu Barbara Lobwasser unterhielt, verwies ihn der Schuldirektor Cajetan von Weiller, ein katholischer Theologie- und Philosophieprofessor, der Schule, vermittelte ihm aber eine Stelle in der Hofbibliothek. Dadurch war es Johann Fürst möglich, das Lyzeum weiter als Volontär zu besuchen und Kurse in Ästhetik, Naturlehre, Pädagogik, Moralphilosophie, Theologie, Mineralogie, Physik und Chemie zu belegen. Durch seine Arbeit in der Bibliothek lernte er einige einflussreiche Männer der Münchner Aufklärung persönlich kennen, darunter den Direktor der Bücherzensurkommission Lorenz Westenrieder. 1805 fand Fürst Anstellung als Beamter bei der Zollverwaltung in München und heiratete am 12. Oktober 1805 Barbara Lobwasser. Ab 1808 arbeitete er als Obermaut- und Hallamts-Kontrolleur in Lauingen an der Donau, zwei Jahre später wechselte er als Beimaut-Beamter nach Medlingen und danach als erster Wagmeister nach Augsburg. 1815 trat er schließlich eine Stelle als Halloberbeamter (Zollamtsvorstand) in Straubing an. Johann Fürst hatte auch während seiner Beamtentätigkeit stets ein Interesse an der Landwirtschaft. An seinen wechselnden Dienststellen konnte er in den verschiedenen Gegenden Bayerns unterschiedliche landwirtschaftliche Wirtschaftsweisen kennenlernen. Auch nach dem Kauf des väterlichen Gutes Frauendorf von seinem Bruder behielt er zunächst seine Anstellung als Beamter, um den Kauf finanzieren und den Bruder auszahlen zu können. 1819 wurde er allerdings in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, weil ihm vorgeworfen wurde, zur Finanzierung des Druckes seines ersten Buches Amtsgelder veruntreut zu haben. 1823 wurde er zwar begnadigt, aber endgültig aus dem Staatsdienst entlassen. Fürsts Ehefrau Barbara starb am 14. März 1817, nachdem sie erst im November des Vorjahres in Straubing eine Tochter entbunden hatte. Am 9. Dezember 1821 heiratete Fürst in zweiter Ehe Therese Sailer (* 1795), die Tochter des Hofbesitzers und Badinhabers Peter Sailer aus Adelholzen im Chiemgau. Sein Schwiegervater betrieb ebenfalls Obstbau und bewirtschaftete seinen Hof mit fortschrittlichen landwirtschaftlichen Methoden. Er veröffentlichte später Artikel in Fürsts Garten- und Bauernzeitung. Im Alter litt Johann Evangelist Fürst zunehmend an Krankheiten und reiste im Herbst 1846 nach München, um sich dort von seinem Sohn Karl August (* 1807) untersuchen und behandeln zu lassen. Er starb am 11. November 1846 im Alter von 61 Jahren in Au bei München. Von seinen zwischen 1806 und 1835 geborenen Kindern überlebten vier aus der ersten und acht aus der zweiten Ehe. Seine 1806 geborene Tochter Anna gab eine Ergänzung zu Fürsts Buch heraus, sein Sohn Eugen (* 1822, † 1877) führte nach seinem Tod den Hof und die Gartenbaugesellschaft in Fürsts Sinne weiter. Trotz des für damalige Verhältnisse sehr großen Gutes war Fürsts Intention nicht die reine Gewinnmaximierung, er verfolgte vielmehr das Ziel die Obstkultur in Bayern unter dem Motto Das ganze Land ein Garten zu verbreiten. Deshalb legte er in Frauendorf eine Baumschule an, in der er alle zur damaligen Zeit bekannten Obstsorten anpflanzen und über die Abgabe von Edelreisern und den Verkauf von Bäumen verbreiten wollte.[9] Gleich nach dem Erwerb des Hofes bestellte er bei der renommierten Baumschule Baumann Freres in Bollwiller die ersten 200 Obstbäume. Im Frühjahr 1820 stellte er Herbert Rudolph Diecker, den ehemaligen Schlossgärtner von Irlbach bei Straubing, ein, der über pomologische und obstbauliche Fachkenntnisse verfügte. Fürst schickte ihn ab dem Herbst des Jahres 1820 durch ganz Bayern, um Informationen über den Stand der Obstkultur zu sammeln und seine Erfahrungen mit anderen Bauern und Gärtnern auszutauschen. Diecker unterhielt enge Verbindungen zu führenden Pomologen, so z.B. dem Diezer Arzt Adrian Diel, dem Kronberger Pfarrer Johann Ludwig Christ, dem thüringer Pfarrer Johann Volkmar Sickler und dem fränkischen Adeligen Christian Freiherr Truchseß von Wetzhausen. Über diese Kontakte konnte Fürst direkt von Pomologen sowie aus verschiedenen Baumschulen im In- und Ausland zahlreiche Sorten von Kern- und Steinobst für seine Baumschule beziehen und dort vermehren. Der Kirsch-Pomologe Truchseß von Wetzhausen schickte ihm 1824 Edelreiser seines gesamten Kirschsortimentes, nannte Fürst seinen Adoptiv-Sohn im Sinne des Erbes seiner pomologischen Arbeit und verwies alle Interessenten an seiner Sammlung an Fürsts Frauendorfer Baumschule. Schon 1827 bot Fürst ca. 1.500 verschiedene Obstsorten zum Verkauf an, die er auch in das europäische Ausland versendete. 1841 war das Sortiment auf über 3.000 verschiedene Sorten, darunter 1.429 Apfel- , 841 Birnen-, 297 Kirschen- und 203 Rebensorten angewachsen. Hinzu kamen noch über 1.400 verschiedene Gehölze und Sträucher und fast 600 verschiedene Rosensorten. Nachdem sich Fürst zunächst vor allem auf den Obstbau konzentrierte, erweiterte er bald das Sortiment der Gärtnerei um Rosen, Ziersträucher sowie Blumen- und Gemüsesamen. Außerdem bot er auch Pflanzkartoffeln, Saatgetreide und Forstpflanzen an. Er betrieb die Gärtnerei vorwiegend als Versandgeschäft, wobei die von ihm herausgegebenen Zeitschriften als Katalog dienten. Der Versand erfolgte vor allem über die Donaulände in Vilshofen. Zustand: Gutes, festes und insgesamt recht sauberes Exemplar. Die dekorativen Einbände sind sehr stabil, gepflegt und nirgends defekt. Das Innenleben beider Bände ist frei von Stempeln und Einträgen, allerdings sind jeweils die ersten und letzten Seiten deutlich stockfleckig bzw. im Papier gebräunt (betrifft besonders die vier Titelseiten). In Summe ein attraktives Sammlerstück. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE Eigenschaften: Bildband/Illustrierte Ausgabe, Original/Faksimile: Original, Erscheinungsort: Augsburg und Regensburg, Autor: Johann Evangelist Fürst (1784-1846), Genre: Studium & Wissen, Thema: Botanik & Gartenbau, Einband: Leder, Erscheinungsjahr: 1841, Verlag: Kollmann (1-3) / Pustet (4), Sprache: Deutsch

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